Aus diesen und weiteren Versuchen ergab sich, daß der Solengehalt der
Bohrlöcher von Friedrichshall bis zu einem gewissen Grade eine Uebereinstim
mung zeigte, die auch bei den Solen anderer Salinen vorgefunden wurde. Et
was vorgreifend wollen wir hier noch eine weitere Uebersicht geben, welche den
Solengehalt der später niedergebrachten Bohrlöcher No. 4 bis 6 bei den ver
schiedenen Teufen anzeigt. Auch hier folgen wir den Ermittlungen Albertis,
die dieser in den 1820 er Jahren vornahm *):
Solengehalt der Bohrlöcher auf der Lgl. Saline Lriedrichshall.
Teufe unter der
Hängebank.
Bohrloch
Nr. 1.
Bohrloch
Nr. 3.
Bohrloch
Nr. 4.
Bohrloch
Nr. 5.
Bohrloch
Nr. 6.
Fuß
380
7»
7o
7°
7°
7» -
1—2
7«
3
—
—
397
3
17 4
—
—
—
400
6—7V2
2
—
— .
420
5
27-
2-4
—
—
425
—
—
—
1
1
430
4—5
3
5
—
—
435
—
—
—
47*
2
451
—
—
—
—
4
455
4
6
—
—
—
475
7‘/i
3
—
3
—
476
12
4
—
—
—
480
13—27
37-
—
—
—
500
—
—
—
—
2—3
505
—
6-8
5-4-2
19
—
509
—
—
—
18
—
511
—
—
19—12—5
21
—
514
—
—
—
27
—
518
—
15
27
—
—
522
—
27
—
—
535
—
—
4
540
—
—
18
555
—
—
—
—
27
Bei diesen Ergebnissen war es selbstverständlich, daß man dem Gedanken
weiteren Niederbringens von Bohrlöchern bald praktisch näher trat. So wurden
in kurzer Zeit drei weitere Bohrlöcher zwischen Jagstfeld und Kochendorf mit
reichem Erfolg niedergebracht, wodurch der neuen Saline Friedrichshall eine
breite wirtschaftliche Basis gegeben wurde, die auch für die Zukunft durchaus
Sicherung versprach. Das Bohrloch No. 3 faßte das Salzgebirge in einer Tiefe
von 512 Fuß, die auf 540 Fuß weitergeführt wurden. Die Bohrarbeiten er
streckten sich auf 6*/s Monate. Bei dem Bohrloch No. 4 wurde das Salzgebirge
in einer Tiefe von 510 Fuß erreicht. Die Fortführung des Bohrloches erfolgte
bis auf 550 Fuß. Dieses günstige Bohrergebnis wurde in der verhältnismäßig
kurzen Zeit von 5 Monaten erzielt. Im Bohrloch No. 5 wurde das Salzge
birge bei 506 Fuß Tiefe durchsunken und erfolgte hier die Wetterführung bis
auf 553 Fuß Tiefe. Für den guten Fortschritt der Bohrarbeiten hatte sich als
besonders wirtschaftlich die Einrichtung des Gedingelohnes unter der Arbeitern
bewährt, auch hatte man für diese besondere Prämien für den Fall ausgesetzt,
daß eine bestimmte Tiefe in einer bestimmten Arbeitszeit erreicht würde. Im
1) Alberti, Die Gebirge des Königreichs Württemberg 1826. S- 59.