fullscreen: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

Aus diesen und weiteren Versuchen ergab sich, daß der Solengehalt der 
Bohrlöcher von Friedrichshall bis zu einem gewissen Grade eine Uebereinstim 
mung zeigte, die auch bei den Solen anderer Salinen vorgefunden wurde. Et 
was vorgreifend wollen wir hier noch eine weitere Uebersicht geben, welche den 
Solengehalt der später niedergebrachten Bohrlöcher No. 4 bis 6 bei den ver 
schiedenen Teufen anzeigt. Auch hier folgen wir den Ermittlungen Albertis, 
die dieser in den 1820 er Jahren vornahm *): 
Solengehalt der Bohrlöcher auf der Lgl. Saline Lriedrichshall. 
Teufe unter der 
Hängebank. 
Bohrloch 
Nr. 1. 
Bohrloch 
Nr. 3. 
Bohrloch 
Nr. 4. 
Bohrloch 
Nr. 5. 
Bohrloch 
Nr. 6. 
Fuß 
380 
7» 
7o 
7° 
7° 
7» - 
1—2 
7« 
3 
— 
— 
397 
3 
17 4 
— 
— 
— 
400 
6—7V2 
2 
— 
— . 
420 
5 
27- 
2-4 
— 
— 
425 
— 
— 
— 
1 
1 
430 
4—5 
3 
5 
— 
— 
435 
— 
— 
— 
47* 
2 
451 
— 
— 
— 
— 
4 
455 
4 
6 
— 
— 
— 
475 
7‘/i 
3 
— 
3 
— 
476 
12 
4 
— 
— 
— 
480 
13—27 
37- 
— 
— 
— 
500 
— 
— 
— 
— 
2—3 
505 
— 
6-8 
5-4-2 
19 
— 
509 
— 
— 
— 
18 
— 
511 
— 
— 
19—12—5 
21 
— 
514 
— 
— 
— 
27 
— 
518 
— 
15 
27 
— 
— 
522 
— 
27 
— 
— 
535 
— 
— 
4 
540 
— 
— 
18 
555 
— 
— 
— 
— 
27 
Bei diesen Ergebnissen war es selbstverständlich, daß man dem Gedanken 
weiteren Niederbringens von Bohrlöchern bald praktisch näher trat. So wurden 
in kurzer Zeit drei weitere Bohrlöcher zwischen Jagstfeld und Kochendorf mit 
reichem Erfolg niedergebracht, wodurch der neuen Saline Friedrichshall eine 
breite wirtschaftliche Basis gegeben wurde, die auch für die Zukunft durchaus 
Sicherung versprach. Das Bohrloch No. 3 faßte das Salzgebirge in einer Tiefe 
von 512 Fuß, die auf 540 Fuß weitergeführt wurden. Die Bohrarbeiten er 
streckten sich auf 6*/s Monate. Bei dem Bohrloch No. 4 wurde das Salzgebirge 
in einer Tiefe von 510 Fuß erreicht. Die Fortführung des Bohrloches erfolgte 
bis auf 550 Fuß. Dieses günstige Bohrergebnis wurde in der verhältnismäßig 
kurzen Zeit von 5 Monaten erzielt. Im Bohrloch No. 5 wurde das Salzge 
birge bei 506 Fuß Tiefe durchsunken und erfolgte hier die Wetterführung bis 
auf 553 Fuß Tiefe. Für den guten Fortschritt der Bohrarbeiten hatte sich als 
besonders wirtschaftlich die Einrichtung des Gedingelohnes unter der Arbeitern 
bewährt, auch hatte man für diese besondere Prämien für den Fall ausgesetzt, 
daß eine bestimmte Tiefe in einer bestimmten Arbeitszeit erreicht würde. Im 
1) Alberti, Die Gebirge des Königreichs Württemberg 1826. S- 59.
	        
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