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tauchen die Nagelfluhbänke empor und steigen zu Rigi
kulm an. Wegen der ungleichen Härte der Schichten
wechseln an den Rigiwänden schwach geböschte Weide
bänder mit den Waldstreifen der schroff abbrechenden
Gesteinsbäuke; die Nordwand fällt steil in Stufen zum
Seearm von Küsnacht ab („Riginen" ----- Treppenstufen).
Der Rigi ist mit seinen zahlreichen Hotelbauten ein alt
berühmter Mittelpunkt des Fremdenverkehrs. Als letzter
hoher Berg am Rande des Hügellandes gewährt er eine
umfassende Aussicht. An seinem Südfuß bergen sich in
geschützten Buchten das föhnwarme Gersau und auf
luzernischem Boden Weggis und Vitznau, die mit
Kastanienwäldchen und Feigen am Seeufer eine südliche
Landschaft vortäuschen. Von Vitznau und Goldau führen
Bergbahnen nach Rigikulm hinauf. An die Nordwand
des Rigi lehnt sich Küßnacht, am Ende des gleich
namigen Busens; unweit davon steht die Tellskapelle
an der hohlen Gasse. In der Gabel der Gotthardbahn
am Südende des Zugersees liegt Arth inmitten eines
Obstbaumwaldes.
Hochland v°n Der Paß zwischen Roßberg und Mythen erschließt
Einsiedeln Sattel und die düstern Torfmoore von Rothen
thurm das rauhe Hochtal der obern Sihl. Mittelpunkt
ist der berühmte Wallfahrtsort Einsiedeln, 8400
Einwohner, überragt von den Türmen der Klosterkirche.
Die Häusermasse steht auf kahlem, baumlosem Wiesen
grund, am Rande der Sumpffläche, die zum Stausee
der Sihl für das koinmende große Elektrizitätswerk be
stimmt ist. Die Quellbäche der Sihl entströmen den
Felsschluchten am Drusberg 2281 m. An seinem Ab
sturz vorüber windet sich die Straße von Jberg nach
Schwyz hinab. Der Talfluß verläßt das weite Becken
von Einsiedeln in einer waldigen Schlucht durch die
Lücke zwischen Etzel 1100 m und Hohe Rone 1228 m.
In dieser Enge vereinigt die Bahn bei Biberbrücke
die Linien von Goldau-Rothenthurm und von Einsiedeln
her und zieht mit der Straße über Schindellegi