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zum Zürichsee hinunter. Der Etzel beherrscht als Aus
sichtspunkt das reiche Ufergelände des Sees, das mit
dem Kranz stattlicher Dörfer inmitten der Weinberge
und eines Waldes von Obstbäumen einen überraschenden
Gegensatz zur Kahlheit und Armut des Schwyzer Hoch
landes bietet. Am obern Zürichsee besitzt Schwyz die
fruchtbaren Landschaften der „Höfe" und der March;
dem Kloster Einsiedeln im besondern gehört die liebliche
Insel Usenau. Die Halbinsel von Hürden, eine End
moräne des eiszeitlichen Linthgletschers, leitet von Pfäffi-
k o n her Straße und Bahn auf einer Dammbrücke quer
über den See nach dem Städtchen Rapperswil. Am
Südufer des Oberstes liegt Lachen nahe der Mündung
der Wäggitaler Aa, die aus dem gleichnamigen, weiden
reichen Tal hervorbricht.
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Das Glarnerland ist, gleich Uri und Wallis, ein
einziges scharf umgrenztes Flußtal, das Einzugsgebiet
der Linth. Den mauerartig aus der Talsohle aufsteigenden
Bergrahmen überragen der Mürtschenstock 2442 m im
Winkel zwischen Linth und Walensee, der Tödi 3623 m
im Talhintergrund und der Kalkklotz der Glärnischgruppe
2921 in. Die Linth sammelt bei Schwanden zu den
Gewässern aus dem Groß- oder Linthtal den Ablauf
des Sernftales, das bogenförmig die Bergmasse des
Kärpfstockes 2798 in umfaßt. Hoch über dem Talgrund
auslaufende Seitentäler schmücken das Land mit Wasser
fällen und Schluchten; an ihren Mündungsstufen nutzt
die Industrie in steigendem Maß die Wasserkräfte aus.
Als Quertalfurche von ziemlich genau südnördlichem Ber-
lauf ist der Kanton Glarus heftigen Föhnstürmen aus
gesetzt, die das ohnehin durch Wildbäche und Lawinen
bedrohte Tal bisweilen noch mit den gefürchteten Föhn
bräuden heimsuchen.
March
Bodengestalt