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Landes sehr ungleich dicht. Stark bewohnt sind die Industrielandschaften
im Norden, das Toggenburg und die
Tiefenzone Seez-Rheintal, gegenüber den höher gelegenen
Teilen des St. Galler Oberlandes mit einer geringen
Volksdichte. Die Vielgestaltigkeit des Landes spiegelt sich
in den politischen und religiösen Verhältnissen. In buntem
Wechsel lösen sich die Gebiete der beiden Konfessionen ab;
das Sarganserland, Gaster und das Fürstenland sind
vorwiegend katholisch, das Rheintal vorwiegend protestantisch,
und in den übrigen Teilen halten sich die beiden
religiösen Parteien ungefähr die Wage.
Die tiefe, geräumige Talfurche der Seez und des Seez-Walensees
verbindet in ungefähr ostwestlicher Richtung Waiense-iai
die Täler des Rheins und der Linlh. Sie leitet vom
Zürichsee her die Verkehrswege rheinaufwärts nach Graubünden,
rheiuabwärts nach Vorarlberg hinein. Am Fuße
des Gonzen, der als gewaltiger Bergsporn in der Talgabelung
steht, liegt ein breiter Flachboden zwischen Rhein
und Seez, das seltene Bild einer Talwasserscheide. Hier
trat in der Eiszeit ein Arm des Rheingletschers in das
benachbarte Tal über, dessen obere Hälfte jetzt von den
Aufschüttungen der Seez und dessen westlicher Teil vom
Walensee eingenommen wird, und formte es zum Trog
um, über dessen Halden weitschauende Terrassen liegen
und die Seitentäler in Stufenmündungen auslaufen.
Rach ihrem Austritt aus dem Weißtannental wendet sich
die Seez in scharfer Umbiegung als geradliniger Kanal
westwärts durch den ebenen Talboden, dessen Riedflächen
und Pappelreihen die Deltalandschaft kennzeichnen.
Ein Seitenkanal sainmelt das Wasser der Wildbäche, die
aus den Runsen der Nordwand herabstürzen, und leitet
es parallel zum Talfluß in den Walensee. Die Randdörfer
sind von Obstgärten und Maisfeldern umschlossen,
die unter dem an der Talgabel abgezweigten
Föhnwind reiche Ernten liefern. Über der Tal- und Seelandschaft
steigt in ungewöhnlicher Schroffheit die Kalkmauer
der Churfirsteukette empor. Der Kamm ist durch