Full text: Die Schweiz

159 
am obern Zürichsee mit dem Toggenburg; sie wird vom 
8,6 km langen Rickentunnel unterfahren, der den Ver 
kehr vom Bodensee und von St. Gallen her, unter Ver 
meidung des frühern Umweges über Zürich, zum Kanton 
Glarus und dem obern Zürichsee entlang in die Jnner- 
schweiz leitet. 
Das Toggenburg ist das Flußtal der obern Thur; 
zwischen den wiesengrünen Berghalden der Churfirsten 
kette und des Säntis öffnet sich über den Paßübergang 
von Wildhaus die Verbindung zum Rheintal. Die Thur 
nimmt nach wechselvollem Lauf durch Flußengen und 
breite Mulden im untern Toggenburg von rechts aus 
waldiger Schlucht den Necker auf. Nach der Umbiegung 
bei Wil zieht sie auf breitem, oft überschwemmtem Kies 
boden dahin. Bei Bischosszell mündet die Sitter (mit 
Urnäsch), deren waldiges Schluchttal von prächtigen 
Brücken überspannt wird. An der Sittermündung biegt 
die Thur nach NW ab, um durch den Thurgau den 
Rhein zu erreichen. In der hochindustriellen Thurland 
schaft sind die Wasserkräfte in zahlreichen Anlagen ver 
wertet. 
Im Toggenburg wie im Zürcher Oberland und im 
Appenzell haben die Flüsse mit ihren Seitenbächen und 
deren letzten Verästelungen ein stark gegliedertes Hügel 
land von sonnigen Rücken, bewaldeten Steilabstürzen und 
schattigen Tälchen geschaffen; in den Kleinbezirken des 
reich zerschnittenen Bodens machten sich die Bewohner 
auf Einzelhöfen heimisch. Sind auch an der Talsohle 
unter dem Einfluß des Verkehrs und der Industrie 
Dörfer aufgeblüht, so lebt doch die Mehrzahl der Toggen- 
burger in einzelstehenden Häusern, die wie von einer 
Riesenhand über die grüne Wiesenlandschaft hingesäet 
erscheinen und noch von hoher Berghalde ins Tal Hinunter 
schauen. Überall gehen hier Wiesenbau und Industrie 
nebeneinander her. Eine lange Reihe von Ortschaften 
folgt dem Lauf der Thur; außer dem schon genannten 
Wildhaus sind es Stein, Neßlau, Ebnat, 
Toggenburg 
Thnrgebiet 
Einzelhöfe
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.