Full text: Die Schweiz

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Bodengestalt 
Produktion 
Luftkurort. Westlich von Walzenhausen liegt das 
kleine Industriegebiet der Beuteltuchweber vom Lutzenberg. 
Thurgau. 
Zuni Thurgau gehört das fruchtbare Hügelland 
beidseits der untern Thur und am Ufer des Bodensees. 
Von der Sittermündung an durchfließt die Thur das 
Land in vorwiegend westlicher Richtung in einer brei 
ten Mittelfurche. Das Thurtal ist im untern Teil 
mit einer steilen Nordhalde ein nicht unbedeutendes 
Hindernis für den Querverkehr. Um die früher stän 
dige Überschwemmungsgefahr für die flache Talsohle 
zu mindern, wurde der gewundene Flußlauf vielerorts 
zu geradlinigen Kanalstrecken eingedämmt. Zwischen der 
Thur und dem Bodensee erhebt sich der breite Seerücken 
zu Plateauflächen und einzelnen Kuppen. Die Wald 
ungen seiner wasserscheidenden Höhen bilden einen na 
türlichen Grenzsaum zwischen den Kulturflächen und 
volksreichen Siedlungszonen des Seeufers und des Thur 
tales. Das Molasseland südlich der Thur wird von 
trockenen oder mit bescheidenen Wasserrinnen belebten 
Tälern eiszeitlicher Flüsse nach allen Richtungen durch 
zogen ; es erscheint als ein Gewirr von gerundeten, aus 
flacher Talsohle aufsteigenden Jnselbergen, zwischen denen 
die Verkehrswege allenthalben einen bequemen Durch 
gang finden. In einem südwestlichen Ausläufer lehnt 
sich der Kanton Thurgau an die Bergflanken des Hörnli. 
Der Thurgau ist das obstreichste Land der Schweiz; 
seine Fruchtbäume bilden in den besten Lagen ganze 
Waldungen über die Wiesenflächen hin und stehen häufig 
auch in den Äckern. In den Jahren reicher Ernte 
wird eine ansehnliche Menge Obst nach Süddeutschland 
verkauft; Äpfel- und Birnenmost ist das allgemein ver 
breitete Getränk. Neben dem Obstbau werden die übri 
gen Zweige der Landwirtschaft nicht vernachlässigt. Der 
Thurgau ist ein Bauernland, so starke Verbreitung auch
	        
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