Full text: Die Schweiz

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Thermen zutage, denen Baden seit der Römerzeit den 
Ruhm als Badeort verdankt. Die Stadt (8200 Ein 
wohner) beschäftigt im Maschinenbau eine zahlreiche 
Arbeiterschaft, die teilweise das benachbarte Wettin gen 
(6000 Einwohner) bewohnt. Am windgeschützten Süd 
hang der Lägern und im Quertal der Limmat finden 
sich vorzügliche Rebhalden. 
Vom Nordfuß der Lägern eilt das kleine Flüßchen Surbt-a 
Surb der Aare zu; es mündet bei dem Städtchen 
Klingnau. Die Dörfer Lengnau und Endingen 
im Surbtal waren früher stark von Juden bewohnt; 
neuerdings wenden sich die Juden als Geschäftsleute 
mehr den großen Städten zu. Oberhalb des Zusammen 
flusses von Aare und Rhein liegen am Rheinufer Ko 
blenz gegeuüber der Einmündung der badischen Wutach, 
der einst durch seine Messen berühmte Ort Zur zach 
und das Städtchen Kaiser stuhl. Bei Zurzach wurde 
Ende 1913 ein mächtiges Steinsalzlager erbohrt. 
Das Fricktal leitet Bahnlinie und Straße von Fri-ktal 
Basel her zum bequemen Übergang des Bötzbergs hinauf 
und ins Aare- und Limmattal hinüber. In der Mitte 
des obstbaumreichen Tales ist Frick der Hauptort, durch 
die Bergstraße der Stafselegg mit Aarau verbunden. 
In den tiefen Lagen reift das Obst etwas früher als 
im Mittelland; so findet der Hauptteil der ansehnlichen 
Kirschenernte auf den Märkten des Mittellandes als 
Frühobst guten Absatz; eine geringere Menge dient zur 
Herstellung des Kirschwassers. 
Einst bildeten die badischen Städtchen Säckingen Rh-innu 
gegenüber dem Ausgang des Fricktales und Waldshut 
gegenüber der Aaremündung mit den beiden linksrheinischen 
Städtchen Laufenburg und Rh eins elden den Bund 
der „vier Waldstätte am Rhein". Der Rhein zieht von 
der Aaremündung an in einem breiten Tal als Grenz 
fluß westwärts, bisweilen durch Felsbarrieren eingeengt, 
die das Wasser in Strudeln und Stromschnellen durch 
bricht. Der „Laufen" von Laufenburg, die schönste dieser
	        
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