Full text : Die Schweiz

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Mittelland

Erwerb

Hauptgebiet  der  Uhrenindustrie;  hier  entstehen  jene  komplizierten, ­
  mit  äußerster  Genauigkeit  gearbeiteten  Chronometer,
  die  entweder  für  Genfer  Firmen  hergestellt  werden ­
  oder  direkt  den  Weg  ins  Ausland  finden;  den  See
umschließen  die  Orte  Le  Pont,  Le  Lien  und  Le
Sentier.  Jenseits  der  Dent  de  Vauliou  nützt  Vallorbe,
  das  in  der  Fabrikation  von  Feilen  einen  besonderen ­
  Zweig  der  Metallindustrie  pflegt,  die  Wasserkraft ­
  der  Orbe  aus.  Es  beherrscht  einen  Querdurchbruch
des  Jura,  durch  den  die  Eisenbahnlinie  von  Paris  nach
Lausanne  und  zum  Simplon  zieht.  Bei  der  hohen  Lage
des  Überganges  kommen  im  Winter  durch  die  bedeutenden ­
  Schneemassen  recht  häufig  Verkehrsstockungen  vor.
In  einer  Hochtalmulde  am  Chasseron  über  dem  obern
Ende  des  Neuenburgersees  ist  Ste.  Croix  der  Mittelpunkt ­
  einer  Gruppe  von  Dörfern,  die  sich  außer  der
Uhrcnmacherei  hauptsächlich  mit  der  Fabrikation  von
Musikdosen  und  neuerdings  der  Phonographen  befassen.
Das  waadtländische  Mittelland  umfaßt  das  flachhügelige
  Plateau  der  Westschweiz  im  Winkel  zwischen
Jura  und  Genfersee.  Von  den  Jurarandseen  steigt  es
südwestwärts  allmählich  zu  den  wasserscheidenden  Höhen
an,  die  sich  mit  einem  Steilabfall  von  einigen  hundert
Metern  zum  Spiegel  des  Genfersees  in  nur  375  m
Meereshöhe  senken.  Hier  erhebt  sich  hart  über  dem
See  der  an  ausgedehnten  Forsten  reiche  Jorat  (von  gor,
S.  23)  zu  928  m,  Seine  Ausläufer  erstrecken  sich
dem  Südufer  des  Neuenburgersees  entlang  zum  Tafelberg ­
  des  Bully  und  trennen  die  nordostwärts  ziehende
Hauptfurche  Orbe-Thiele  (Zihl)  -  Neuenburgersee  vom
Broyetal.  Zum  Genfersee  steigen  zahlreiche  Bäche  in
kurzen,  steilen  Tälern  hinab.  Das  waadtländische  Mittelland ­
  ist  ein  Gebiet  hochentwickelten  Ackerbaues,  der  im
Erwerb  der  Bevölkerung  an  erster  Stelle  steht.  Im
besondern  bringt  der  westliche  Teil,  das  „Gros  de  Vaud",
als  Trockengebiet  im  Regenschatteu  des  Jura  gegenüber
dem  alles  beherrschenden  Wiesenbau  der  höhern  und
            
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