Full text: Grundriß des deutschen Zollrechts

210 
Saanebezirk 
Seebezirk 
das kleine Schloßstädtchen Rue. Der südwestliche Teil 
Freiburgs wird bereits durch die Veveyse zum Genfer- 
see entwässert; Mittelpunkt ist hier Chatel St. Denis, 
das den Verkehr vom Genfersee und vom obern Broye- 
tal über Semsales ins Greyerzerland hinaufleitet. 
Im weiten Umkreis um die Saanetalfurche ist das 
Land reich an Waldungen, die zumeist die flachwelligen 
Höhen verkleiden. Die mit Gletscherschutt bedeckten frucht 
baren Mulden dienen vorwiegend als Wiesland der 
Viehhaltung und Milchproduktion. Im Bauernland des 
Saanebezirkes lehnt sich das Dorf F a r v a g n y an die 
Nordhalde des Mt. Gibloup, dessen dunkle, waldverhüllte 
Molassehöhe mit 1212 m weit über die niedrigen Boden 
wellen des Vorlandes aufsteigt. An der Bahnlinie west 
lich der Hauptstadt liegt Matran, östlich von der 
Saane Marly und La Roche am Fuß des äußersten 
Voralpengipfels La Berra 1723 in. In entlegener Berg 
landschaft über der Sense gelangt man vom Dorf Plaf- 
feien zum Schwarzsee hinauf. Düdingen an der 
Linie Bern-Freiburg macht sich den Milchreichtum des 
Landes in einer bedeutenden Milchsiederei zu nutze; süd 
lich von Düdingen liegt Täfers. Freiburg entsendet 
quer zur Hauptrichtung eine Eisenbahnlinie über Bel- 
faux und das waadtländische Payerne zu dem am 
Neuenburgersee gelagerten Städtchen Estavayer und 
zur Hauptlinie am Jurafuß bei Iverdon. 
In der Umgebung des Murtensees und weit ins 
Broyetal hinauf wird in den mildesten Lagen und auf 
gutem Boden Tabak angebaut; die Blätter hangen im 
Herbst dicht gereiht unter dem vorspringenden Dach der 
Bauernhäuser zum Ausdörren. Die Sonnhalde des Mt. 
Bully (Wistenlach) zwischen Neuenburger- und Murten 
see ist ein durch gute Erträge ausgezeichnetes Rebgelände; 
im weiten Umkreis um den steil zum Broyekanal und 
zum Großen Moos abbrechenden, plateauartigen Molasse 
rücken breiten sich die Gemüsefelder aus, deren Erzeug 
nisse in den volksreichen Städten der Westschweiz auf den
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.