Full text : Die Schweiz

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Beim  Wasserhaushalt  der  Flüsse,  deren  Einzugsgebiet ­
  im  Mittelland  oder  im  Jura  liegt,  wirken  keine
Firnfelder  mit.  Hochwasser  tritt  hier  infolge  der  Schneeschmelze ­
  im  Frühling  oder  bei  starken  und  anhaltenden
Regengüssen  ein.  Im  Winter  und  nach  langer  Trockenheit ­
  im  Sommer  erreichen  die  Gewässer  den  tiefsten  Stand.
Flußabwärts  verringern  sich  allmählich  die  Schwankungen ­
  in  der  Wasserhöhe,  besonders  dann,  wenn  Zuflüsse ­
  aus  verschiedenartigen  Gebieten  des  Landes  einmünden ­
  (Alpen,  Mittelland,  Jura).  Bringen  die  einen
viel  Wasser,  so  stehen  andere  zur  selben  Zeit  mittel
oder  niedrig;  so  gleichen  sich  die  Unterschiede  etwas  aus.
Die  Seen  wirken  als  große  Regulatoren  im  gleichen
Sinne;  sie  lassen  die  Hochwasserflut  nur  mit  Verspätung
und  erheblich  geschwächt  abfließen.  Die  dämpfende  Wirkung ­
  tritt  in  den  größten  Wasserbecken,  dem  Genfersee
und  dem  Bodensee,  besonders  klar  zutage.  Einzelne
Kraftwerke,  am  Ausfluß  von  Seen  angelegt,  machen  sich  den
Vorteil  einer  natürlich  regulierten  Wasserführung  zu
nutze  (Elektrizitätswerke  Genf).  Für  die  Userschutz-  und
Brückenbauten  und  für  die  Wasserkraft-Anlagen  hängt
sehr  viel  vom  Wasserstand  und  seinen  Schwankungen
ab.  Er  entscheidet  ebenfalls  über  die  Dauer  der  Schifffahrt ­
  auf  den  dazu  geeigneten  Flußstrecke».
Im  Vergleich  zu  den  Gewässern  der  großen  europäischen ­
  Tiefländer  haben  die  schweizerischen  Flüsse  fast
durchwegs  ein  starkes  Gefälle,  besonders  in  den  Alpentälern
und  den  Querdurchbrüchen  des  Jura.  Zahlreiche  Schnellen
und  Wasserfälle  unterbrechen  die  längern  Flußstrecken
mit  ruhiger  Strömung;  das  Gefälle  ist  noch  unausgeglichen. ­
  Darin  liegt  eine  der  Schwierigkeiten  für  die
zukünftige  Schiffbarmachung  der  Gewässer.
Die  Schuß  fällt  in  der  Klus  von  Reuchenette  um  145  m
auf  einet  Strecke  von  4  km;  die  Rhone  in  der  Schlucht  unterhalb ­
  Gletsch  380  m  auf  8  km,  unterhalb  Martigny  40  m  auf
13  km;  der  Rhein  oberhalb  der  Einmündung  der  Aare  11m

Mittelland-  u.
Juraflüsse

Wirkung  der
Seen

Gefälle
            
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