umgestaltet, um neuen Kulturboden zu gewinnen. Viele
Seen sind durch Schleuseubanten zu großen Staubecken
umgewandelt worden, deren Wasserstand und Abfluß
nun ebensosehr vom Gutdünken der Anwohner als von
der Wasserführung des Zuflusses abhängt.
Als Wasserstraßen dienen die Seen vorwiegend dem
Verkehr zwischen den Uferorten; der durchgehende Schnell
verkehr bevorzugt die Eisenbahnen. Auf l 6 der größern
Seen besteht eine regelmäßige Dampfschiffahrt; daneben
besorgen Motorlastschiffe und Seqelbarken den Transport
der Massengüter.
Gewisse Uferstrecken schweizerischer Seen sind dank
ihrer Naturschönheit und milden Lage zu Sammel
plätzen der Vergnügungsreisenden und Kurbedürftigen
aller Länder geworden; auch die landesansässige Be
völkerung weiß die vielen Vorzüge der Seeuser zu
schätzen; soweit sich diese zuni Bewohnen eignen, sind
sie schon lange zu Zonen großer Volksdichte geworden.
Eine Reihe stattlicher Orte umsäumt die Wasserfläche;
den Ausfluß des Sees und die zu diesem Punkt zu
sammenlaufenden Straßen beherrscht meist eine Stadt,
die vermöge der günstigen Lage zum Verkehrsmittel
punkt des gesamten Seebezirkes geworden ist.