Full text: Die Schweiz

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wirken zusammen, um der schweizerischen Industrie den 
Wettbewerb mit den begünstigten Küstenstaaten, wie 
England, zu erschweren. Sie sieht sich vor der Aufgabe, 
alle Kräfte an solche Gebiete zu setzen, die im Konkurrenz 
kampf mit dem Ausland noch Erfolg versprechen. Ge 
naueste Arbeit, technisch vollendete Konstruktion und bestes 
Material haben dem Maschinenbau einen Weltruf ver 
schafft und trotz der hohen Transportkosten den Absatz 
in die fernsten Teile der Erde gesichert. Die Seidenstoff 
und Bandweberei, die Genfer Bijouterie und die juras 
sische Uhrenindustrie verarbeiten Rohstoffe, die auf kleinem 
Raum und bei geringem Gewicht einen großen Wert 
darstellen; im Verkaufspreis fallen die Transportkosten 
kaum in Betracht. Noch günstiger verhält es sich in der 
binnenländischen Industrie mit der Stickerei. Ihre fer 
tigen Produkte vereinigen hohen Wert auf kleinem Raum; 
überdies wird vor allem die feine, künstlerische Arbeit 
bezahlt. Am Verkaufspreis sind Fracht und Rohstoff nur 
mit einem geringen Betrag beteiligt; beinahe der ganze 
Erlös verbleibt dem Laude als Arbeitslohn oder als 
Gewinn der Stickereigeschäfte. 
Infolge der Nachteile des Landtransportes gegen 
über dem Seeverkehr kaun die schweizerische Industrie 
ihren Platz auf dem Weltmarkt nicht durch billige 
Preise, sondern nur durch beste Qualität der Pro 
dukte behaupten. 
Eine Reihe von Staaten bereiten der schweizerischen Schutzzölle 
Industrie eine weitere Schwierigkeit durch die Schutz 
zölle. In der Absicht, die eigene Industrie zu schützen 
und zu fördern, verdrängen sie durch hohe Einfuhrzölle 
unsere Produkte von ihrem Gebiet. Wollten die Fabri 
kanten nicht auf den Absatz in diesen Ländern verzichten, 
so blieb ihnen nur übrig, einen Teil des Betriebes über 
die Grenze zu-verlegen. Die Basler Seidenbandweberei 
arbeitet für den deutschen Bedarf jenseits der Grenze auf 
badischem Boden, um den Zoll zu vermeiden. Die Ma 
schinenfabriken haben Filialen in deutschen Städten errich
	        
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