Full text : Weltporto-Reform

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aus  Guayana

aus  Guayana

1896  .

.  .  72,9  I

1906  .

.  .  160,8  (-(-104°/ 0  gegenüber

1898  -

.  .  81,6

1907  .

dem  Jahre  1898)

1900  .

.  .  110,6

.  .  —  (fehlt)

Frankreich  führte  im  Verkehr  mit  seinen  Kolonien  (Algier  war
schon  vorher  Postinland)  am  1.  Jannar  1899  das  interne  Briefporto  von
15  Centimes  für  15  g  (an  Stelle  des  Weltportos  von  25  Centimes)  ein.  Seit
dem  16.  April  1906  gilt  das  ermässigte  interne  Porto  von  10  Centimes  (8  Pf.)
für  15  g  (vgl.  S.  269  n.  163)  im  Inland  wie  im  Kolonialverkehr  (vgl.  „D.
Verk.-Ztg.“  1906,  S.  102).
3.  Das  deutsche  Kolonialreichsporto  von  1899.
Hierzu  ist  zunächst  folgendes  voransznschicken  um  falschen  Schlüssen
aus  den  statistischen  Zahlen  vorzubeugen,  da  besondere  Ereignisse  in  China
und  Westafrika  zeitweilig  einen  besonders  erlichten  Verkehr  schufen.  Infolge ­
  des  bekannten  Boxeranfstandes  wurden  s.  Z.  deutsche  Streitkräfte
nach  China  gesandt  und  im  Juli  1900  daselbst  ein  Peldpostdienst  eingerichtet, ­
  der  nach  Rückkehr  der  Peldtrnppen  mit  Ablauf  des  August
1901  wieder  sein  Ende  erreichte.  In  der  grossen  Zahl  portofreier  Sendungen
des  Jahres  1901  spiegelt  sich  dieser  Peldpostverkehr  wieder;  aber  auch  der
allgemeine  Verkehr  Kiautschous  wurde  durch  diese  Ereignisse  natürlich
beeinflusst,  wenn  auch  der  Krieg  in  andere  Gegenden  des  chinesischen
Reiches  fiel.
In  Deutsch-Süd  westafrika  nötigte  der  Herero-Auf  stand  zu  Anfang ­
  1904  ebenfalls  zur  Entsendung  eines  Expeditionskorps  und  zur  Errichtung ­
  eines  ausgedehnten  Peldpostdienstes.  Die  Feldpostsendungen
gingen  portofrei  oder  gegen  ermässigte  Taxe.  Bis  Ende  März  1906
wurden  aus  Deutschland  1  704  000  Briefsendungen  an  die  Truppen  abgeschickt ­
  und  3  330  000  gingen  von  da  in  der  Heimat  ein.
Im  Sommer  1905  brachen  auch  einige  Unruhen  in  Ostafrika  aus.
Das  interne  deutsche  Porto  für  alle  Arten  von  Briefpostsendungen
wurde  im  Verkehr  mit  den  deutschen  Kolonien  am  1.  Mai  1899  eingeführt, ­
  während  vorher  die  Weltportosätze  galten.  Wenn  auch  manche
anderen  Umstände  bei  der  nun  einsetzenden  starken  Verkehrssteigerung
teilweise  mitwirkten,  z.  B.  die  Vermehrung  der  Postanstalten  und  der  Ansiedler, ­
  und  wenn  auch  der  •  besondere  neue  Verkehr  infolge  der  Kriegswirren ­
  und  der  portofreien  Feldpostbriefe  mit  in  Betracht  zu  ziehen  ist,  so
lässt  sich  doch  der  grosse  Einfluss  der  alleinigen  Portoherabsetzung

zugleich  die  nach  Algier  i  aus  Frankreich)  geschickten  Briefe  in  der  Tabelle
angegeben.  Später  fehlt  der  Zusatz:  „y  compris  l’Algerie“.  Algiers  Briefverkehr ­
  nach  dem  Auslande  ist  übrigens  gering.  1907  schickte  es  8870000
frankierte  Briefe  nach  auswärts,  davon  aber  6  678  779  nach  Frankreich,
764  528  nach  Tunis  und  den  kleinen  Rest  nach  anderen  Ländern.
            
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