Full text: Weltporto-Reform

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%o Feingehalt 9 ) immer nur das wirkliche G-ewicht der ganzen 
Münze, wie sie ist, d. h. das Eauhgewicht, angibt, so dass also 
das Goldfeingewicht dann immer um 10% weniger ausmachen 
würde. Doch darüber lässt sich streiten. Im ersteren Falle 
würde die wirkliche Münze kein rundes Gewicht haben, sondern 
zu 1 g feinem Gold = %o der Münze käme noch Vio der ganzen 
Münze ( = 0,1111 g) an Kupfer hinzu, so dass also das Gesamt 
gewicht eine unrunde, schwer behaltbare, in endlose Dezimal 
stellen fortgehende Zahl (1,111111 g) ergäbe. So ist es z. B, 
mit den deutschen Silbermünzen; 20 Pf. in Silber waren 1,1111 g 
von % 0 Feinheit, also 1 g Feinsilber; 1 M ist 5,5555 g Rauh 
gewicht von °/io Feinheit, also 5 g Feinsilber. 
Im zweiten Fall ist freilich wieder der Feingehalt eine 
Bruchzahl (0,9 g Feingold —|— 0,1 g Kupfer), aber dafür hat die 
wirkliche ganze Münze ein rundes Gewicht (1 g) und lässt sich 
schnell durch Wägen mit anderen gleichen Münzen zusammen 
zählen und nachprüfen. So haben z. B. die französischen 
5 Franken-Stücke von 9 /io Silberfeinheit ein Gewicht von 
gerade 25 g. Diese runden Zahlen sind also wohl vorzuziehen. 
Wie ich schon andeutete, wäre es bereits hoher Gewinn, 
eine Weltmünze, wenn auch nur für den internationalen 
Auslandsverkehr, für Post und Telegraphie, Welthandel, 
Zollwesen usw. zu besitzen. Ja, auch nur eine fakultativ 
gültige Münze! 
Fast alle Waren werden heute in den Ländern mit 
metrischen Massen nach metrischem Gramm-Gewicht ab 
gemessen, das auch das internationale Kormalgewicht der Welt 
post ist; nur bei der wichtigsten Ware des Weltverkehrs, beim 
Golde, dem Haupttauschmittel, macht man eine Ausnahme: 
man wiegt es in unmetrisch abgerundeten Stücken ab, die in 
Grammgewicht unbehaltbare, unrunde, mit endlosen Dezimal 
stellen versehene mystische Zahlen ergeben; ja, man gibt 
ö j 9 / 10 Feingehalt haben die Goldmünzen in Deutschland, Frankreich 
und den meisten Staaten der Welt. Auch die deutschen Silbermünzen 
haben 9 / 10 Feingehalt, ebenso die französischen 5 Franks-Stücke; das kleinere 
französische Silber hat nur ^“/iooo Feingehalt, das englische wieder 825 /iooo- 
Auch in der Mischung also fehlt noch die Einheitlichkeit, und 
das kompliziert die Wertberechnung weiter.
	        
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