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dankenswerten amtlichen Publikationen des Berner Bureaus kann
man hierfür wohl die Hauptdaten schöpfen, aber doch erst nach
wochenlanger Arbeit und unter Hinzuziehung anderer Quellen
sieh ein klares Bild machen. Das tut aber auch den meisten
Fachleuten noch not, so dass diese Arbeit vi lleieht nicht ganz
nutzlos sein wird.
In der Reihenfolge der einzelnen Vereine war es schwer,
ein festes Prinzip durchzuführen. Ich bitte es daher nicht
zu suchen. Ich habe mich zugleich bemüht, sofern ich das fest
stellen konnte, die Entstehungszeit der verschiedenen
Postvereine anzugeben. Leider liess mich die mir hier zm
gängliche Fachliteratur dabei oft im Stich. Um jedem Leser
die oft sehr erwünschte Möglichkeit zu schaffen, die Angaben
nachprüfen oder mehr über die Sache erfahren zu können, habe
ich zugleich ausgiebig auf meine Quellen verwiesen. Das wird
denen, die später einmal dieses Gebiet weiter ausbauen, vielleicht
von Wert sein. Ich begnügte mich meist mit den zuverlässigsten
deutschen Fachschriften und den amtlichen Publikationen des
Berner Bureaus. Die Amtsblätter aller fremden Postverwaltungen
direkt zu studieren, war unmöglich, aber auch überflüssig. Aller
dings mögen in der Berner Publikation von 1907 manche An
gaben schon veraltet sein. Für Berichtigungen etwaiger Un
genauigkeiten und Ausfüllung von Lücken wäre ich dankbar.
Die statistischen Zahlen über Grösse und Bevölkerung der ver
schiedenen Länder habe ich vorwiegend den Hübnerschen
geographisch - statistischen Tabellen entlehnt, wenn sie
auch manchmal, besonders bei den Kolonialgebieten, vom
Gothaer Hofkalender abweichen. Doch auf kleine Unterschiede
kommt es uns hier nicht an. Die Bevölkerung Deutschlands
betrug 1908 nach dem Statistischen Jahrbuch für das Deutsche
Reich bereits 63 Millionen.
Die Grössenzahlen dieser Postvereine sind in einem früheren
Kapitel (S. 36 ff.) bereits übersichtlich nebeneinandergestellt und
deshalb hier nicht überall wiederholt worden.
Jetzt die Übersicht über die Vereine!