27!)
Vereinsporto (internes Porto); Briefe aus Italien je 15 g 15 Centesimi
(12,15 Pf.); an s Aegypten je 20 g 5 Milliemes (10 Pf.).
Weltporto: 25 Centesimi oder 10 Milliemes (20 Pf.).
2. Die überseeischen Postvereine der Türkei
(Albanien, Epirus, Tripolis)
a) mit Italien und seinen Kolonien
mittels der italienischen Postämter in Albanien, Epirus und Tripolis-
Benghasi, die im Verkehr mit Italien und seinen Kolonien das inländische
italienische Briefporto anwenden (vgl. S. 277 f.), aber auch mittels des türkischen
Vasallenstaats Aegypten (vgl. S. 280) und — bisher wenigstens — durch
Kreta (ital. Postamt);
b) mit Frankreich und seinen Kolonien
mittels des französischen Postamts in Tripolis, für das im Verkehr mit
Frankreich und seinen Kolonien das 10 Centimes-Porto gilt (vgl. S. 280);
c) mit China
mittels des französischen Postamts in Tripolis, das zum internen fran
zösischen Brieftarif — 10 Centimes — mit den französischen Postanstalteu
Chinas verkehrt (vgl. S. 269, 301 f.).
Diese Postvereine beziehen sich also nur auf Teile der Türkei im
Verkehr mit fremden Postanstalten entfernter Länder. Von Albanien nach
Italien (Otranto) beträgt der kürzeste Abstand doch noch etwa 75km (über das
Adriatische Meer), von Sizilien nach der Küste von Tunesien etwa
150 km, nach der Küste von Tripolis etwa 450km, von Italien nach
Kreta etwa 600 km und nach Aegypten über 1100, insbesondere nach
Alexandrien 1500 km Luftlinie.
3. Die Postvereine Aegyptens mit fernen überseeischen
Ländern.
a) Der Postverein Aegyptens (nebst dem Sudan) mit England und seinen
Kolonien (ausser Britisch-Nord-Borneo und Neu-Fundland).
(Seit dem 15. Dezember 1905.)
Der türkische Vasallenstaat Aegypten ist, wie schon anderweit er
wähnt wurde (S. 266 f.), dem britischen Imperial Penny Postage beigetreten.
Das ist natürlich, da das Land unter britischem Einfluss steht und im
weiteren Sinne oft unter die englischen Kolonien gerechnet wird. Den
Sudan beherrschen England und Aegypten gemeinsam.