Full text : Weltporto-Reform

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untereinander  oder  mit  so  vielen  wichtigen  anderen  Ländern  darf  doch  wohl
beanspruchen,  dass  er  nicht  wesentlich  ungünstiger  gestellt  werde  und  dass
er  dieselbe  postalische  Meistbegünstigung  auch  in  seinen  andern  Verkehrsbeziehungen
  geniesse,  wie  das  Reich  der  Mitte  und,  das  .  Land  des  Magzen
sie  bereits  besitzen.

16.  Chinas  Postvereine
a)  mit  Deutschland  und  seinen  Schutzgebieten;
b)  mit  England  und  seinen  Kolonien;
o)  mit  Aegypten  fnebst  dem  Sudan);
d)  mit  Frankreich  und  seinen  Kolonien;
e)  mit  Tripolis  (Türkei);
f)  mit  Japan  (nebst  Korea);
g)  mit  Marokko;
h)  mit  Russland;
i)  mit  den  Vereinigten  Staaten  von  Nordamerika.
Das  grosse  „Reich  der  Mitte“  (11  138  880  qkm  mit  330  MUL  Einw.)
steht  zwar  mit  seiner  eigenen  Reichspost  ebenso  wie  Marokko  immer  noch
ausserhalb  des  Weltpostvereins,  hat  aber  den  Weltpostkongress  schon  zweimal ­
  beschickt  und  hofft,  bis  znm  nächsten  Kongress  seinen  Beitritt  anmelden
  zu  können,  weshalb  ihm  auf  seinen  Wunsch  das  Protokoll  zur
Unterzeichnung  des  Weltpostvertrages  offen  gehalten  wurde. 28 )
Schon  seit  undenklichen  Zeiten  hat  China  zweierlei  Arten  von  Postanstalten:
  eine  Staatskurierpost,  der  Leitung  des  Kriegsministers  unterstehend, ­
  und  eine  Unmasse  von  Privatposten,  die  meist  von  Kanfleuten
und  Handelsgesellschaften  betrieben  werden. 29 )
Die  alte  Staatspost  befördert  nur  Regierungsbriefschaften  und  Sendungen ­
  au  Behörden.  Ihre  Unterhaltungskosten  sind  sehr  hoch  —  etwa
3  Millionen  Haiknan-Taels  (=  19,2  Milk  M  Silber  oder  etwa  10  Milk  M
Kurs-Goldwert)  —  doch  hat  man  sie  nie  durch  Mitbefördernng  der  Privatkorrespondenzen ­
  zu  vermindern  gesucht.
Neuerdings  ist  daneben  noch  eine  Kaiserlich  Chinesische  Reichspost ­
  für  den  allgemeinen  Verkehr  des  eigentlichen  Chinas  nebst  der
Holland  3302  Sendungen  (1846  Briefe),  ans  Portugal  16  404  (0706  Briefe),
ans  der  Schweiz  11219  Sendungen  (4212  Briefe),  aus  Tunis  (überhaupt
nach  Marokko)  28  692  (9072  Briete),  ans  der  Türkei  1826  (1041  Briefe),  ans
Algier  029  (208  Briefe),  aus  französisch  Indo-China  1118  (468  Briefe)  und
Im  übrigen  nur  wenige,  garnicht  nennenswerte  Zahlen.
2S )  Vgl.  „Archiv  für  Post  und  Telegraphie“  (Berlin)  1906,  S.  434f  (in
dem  Aufsatz  :  „Verhandlungen  n.  Beschlüsse  des  Postkongresses  in  Rom“,  1906).
29)  Vgl.  den  Aufsatz  „Das  Postwesen  in  China“  im  „Archiv  für  Post
und  Telegraphie“  1906,  S.  103  —  112  und  die  für  das  Tarifwesen  wichtigen
ergänzenden  Bemerkungen  dazu  in  der  „Deutschen  Verkehrs-Zeitung“
1906,  S.  373.
            
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