Full text : Weltporto-Reform

316

Der  Verfasser  der  Broschüre  hatte  am  28.  und  29.  März  1900  schon
in  einem  längeren  Artikel  in  den  Münchner  Neuesten  Nachrichten  (No.  147
und  148)  einen  Postverein  mit  Holland  angeregt  und  diese  Idee  in  dem
Werke  dann  eingehender  ausgearbeitet.  Zugleich  wurde  ein  Postverein  mit
der  Schweiz  empfohlen.  Der  Reichskanzler  Fürst  Biilow  sprach  damals  in
einem  Briefe,  der  durch  die  Presse  ging,  seine  Sympathie  mit  dem  Gedanken ­
  aus.  Es  ist  bisher  aber  bloss  ein  Postverein  mit  Luxemburg  (am
1.  Oktober  1902)  zustandegekommen,  der  in  der  Broschüre  nur  andeutungsweise ­
  empfohlen  worden  wg,r.

Im  Verlage  von  C.  Heymann  zu  Berlin  erschienen  (1906.  5  M):
Patentgesetzgebnng  und  Eriinderschicksale
von  Arved  Jürgensohn  (Berlin—Friedenau).
Inhalt:  I.  Autorrecht  und  Erfinderschutz.  —  II.  Die  Zweckwidrigkeit
hoher  Patentgebühren.  —  III  Allerhand  Erfinderschicksale  (Gutenberg,
Stephenson,  Siemens,  Krupp,  Edison,  Hughes,  Auer,  Phil.  Reis  usw;).  -
IV.  25  Jahre  deutscher  Patententwickelung.  —  V.  Die  wirkliche  Lebensdauer ­
  der  Patente  und  ihre  Bedeutung  (Amerikas  Patente;  deutsches
Gegenbild;  Autor  und  Verleger,  Erfinder  und  Industrieller;  Volksverluste;
technische  Angestellte;  Kleinindustrie  und  Handwerk;  neue  Statistik).  —
VI.  Motive  und  Reichstagsreden  von  1877  (mit  kritischen  Randbemerkungen).
Pressstimmen  über  das  Buch.
Hamburger  Fremdenblatt  (1906,  No.  64):  „Ich  glaube,  man  sagt  nicht  zu
viel,  wenn  man  das  Werk  Jürgensohns  ein  aufsehenerregendes  nennt,
wenigstens  verdient  es,  Aufsehen  zu  erregen.  Sein  reiches  Material  ist
nicht  nur  für  Fachleute  bestimmt,  sondern  besitzt  höchstes  Interesse
für  alle  .  .  .  Zwischen  den  Abschnitten  .  .  .  befindet  sich  ein  Abschnitt,
dessen  Stoff  direkt  aus  der  Fülle  des  Lebens  gegriffen  ist,  ein  Buch
der  Romane  und  Tragödien,  das  Buch  der  Erflnderschicksale.  Der  Verfasser ­
  hat  hier  eine  Anzahl  von  wahrheitsgetreuen  Romanen  aus  Schicksalen ­
  von  Erfindern  und  ihren  Erfindungen  zusammengestellt,  und
man  darf  behaupten,  daß  es  kaum  einen  fesselnderen  Lesestoff  gibt.“
B.  /.  am  Mittag  (Berlin  1907,  24.  4.):  „  .  .  ein  Buch,  in  dem  er  in  glänzendster ­
  Weise  den  Nachweis  führt,  in  wie  tragischer  Weise  unsre  schlechte
Patentgesetzgebung  in  das  Schicksal  der  Erfinder  eingreift  .  .  Trotz
all  dieser  Tragik  weiss  ,).  dem  Gegenstände  eine  durchweg  unterhaltende ­
  und  vielfach  sogar  humoristische  Seite  abzugewinnen,  so  dass
sich  das  Ganze  wie  eine  Art  kulturhistorischer  Novellensammlung  liest.“
Berliner  Tageblatt  (1906,  18.  4.):  „  .  .  in  überaus  fesselnder  Weise  geschrieben ­
  ....  angelegentlichst  zu  empfehlen.“
Frankfurter  Zeitung  (1907,  16.  6.):  „  .  .  .  reichlich  mit  Beispielen  aus  der
Praxis  durchsetzt,  fesselnd  behandelt  .  .  .  auch  Nichtfachleuten  als  anregende ­
  Lektüre  empfohlen.“
Centralblatt  der  Hütten-  und  Walzwerke  (1900,  Nr.  31):  „Mit  einer  erfrischenden ­
  Deutlichkeit  und  Unverblümtheit  werden  hier  die  Kinder  beim
richtigen  Namen  genannt  .  ,  .  alles  wird  bewiesen  .  .  .  Allen  empfehle
ich  das  J.’sche  Buch  aufs  wärmste  .  .  .  Alle  Gegner  des  Gesetzes  sollten
sich  das  Buch  unbedingt  auschaffen,  denn  es  ist  ein  Genuss,  dasselbe
zu  lesen  und  gibt  wertvolle  Unterlagen  für  weitere  Arbeiten.“
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.