Full text : Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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frage  der  König!.  Bergbehörde  auch  zum.Ausdruck  gebracht  haben,  gern
bereit,  alles  zu  tun,  um  den  Leuten  den  Uebergan-g  zu  den  üblichen
regelmäßigen  Lohnzahlungen  zu  erleichtern.
Als  ebenso  selbstverständlich  glauben  wir  es  betrachten  zu  können,
daß  die  Zechenverwaltungen,  wie  in  den  früheren  Jahren,  weitgehendst
ihre  Hilfe  dazu  bieten  werden,  um  den  Belegschaftsmitgliedern  die
Einkellerung  von  ausreichenden  Mengen  Kartoffeln  zu  ermöglichen.
Inwieweit  die  Zechen  indes  den  unmittelbaren  Bezug  und  die  Verteilung ­
  der  Kartoffeln  übernehmen  können,  läßt  sich  zurzeit  mit  Rücksicht ­
  auf  die  Bestimmungen  über  die  Beschlagnahme  der  Kartoffeln
und  ihre  Rationierung  nicht  übersehen«  Wie  aber  die  Zechen  bei  Beschaffung ­
  anderer  Lebensrnittel  für  ihre  Belegschaftsmitglieder  während ­
  des  Krieges  stets  bereitwilligst  ihre  Hand  geboten  haben,  so
werden  sie  dies  auch  bezüglich  der  Beschaffung  von  Kartoffeln  tun  und
gemäß  der  in  den  Arbeiterausfchüssen  gegebenen  Zusicherung,  in  den
ihrer  selbständigen  Hilfeleistung  durch  die  neuen  Bestimmungen  gezogenen ­
  Grenzen  alles  aufbieten,  um  eine  ausreichende  Beschaffung
dieses  wichtigen  Lebensmittels  sicherzustellen.  Die  Zechenverwaltungen
Halen,  wie  in  der  Eingabe  sehr  richtig  hervorgehoben  wird,  selbst  das
größte  Interesse  an  einer  gesunden  und  zufriedenen  Arbeiterschaft.
Glückauf!
Zechen-Verband.
Der  Vorstand:  Die  Geschäftsführung:
gez.  Hugenberg.  gez.  Loewenstein."

Betrifft  Bevorzugung  bei  der  Lebcnsmittelverteilung  seitens
der  Gelben,  sowie  die  äußerst  ungerechte  und  mangelhafte  Berteilung ­
  von  Lebensmitteln  seitens  der  Zechen  nebst  Höhe  der
Kartoffelprcise  und  Verkauf  der  sogenannten  Auslandsware.
Bochum,  Essen,  Oberhausen,  den  11.  August  1916.
An  das  Kriegsernährungsamt  zu  Berlin.
Die  ergebenst  Unterzeichneten  haben  sich  schon  teils  persönlich, ­
  teils  schriftlich  bei  dem  Kriegsernährungsamt  darüber  beschwert, ­
  daß  die  gelben  Werkvereine  Lebensmittel  aller  Art,  auch
solche,  die  behördlich  rationiert  sind,  an  ihre  Mitglieder  verkaufen. ­
  Einzelne  Zechen  bei  Essen  haben  das  neuerdings  verboten, ­
  weil  die  Belegschaften  wegen  dieser  Bevorzugung,  der
die  Zechenverwaltungen  offensichtlich  Vorschub  leisten,  so  erregt
waren,  daß  auf  zwei  Zechen  sogar  gestreikt  wurde.  In  Essen
sind  auch,  wie  uns  mitgeteilt  wurde,  bei  den  Gelben  kürzlich
12  Zentner  Butter  beschlagnahmt  worden.  Trotz  alledem  verteilen ­
  die  gelben  Werkvereine  jene  Waren  weiter,  also  auch
immer  noch  rationierte  Lebensmittel.  Eine  Anzahl  Zechen
            
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