Full text : Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

36 ERSTER TEIL: GEOGRAPHISCHE GÜTERLEHRE

die oberhessisch-nassauischen Rot. und Brauneisensteine an Lahn
und Dill, die dadurch bemerkenswert sind, daß sie die höchstprozentigen
 (im Durchschnitt 40%) Erze Deutschlands liefern (11,2%) und
lie Brauneisensteinlager von Peine-Salzgitter südöstlich Hannover,
die heute am stärksten ausgebeuteten deutschen Lager (27,2%). Die
übrigen Vorkommnisse sind nur geringfügiger Natur, wenn auch. wie
im Harz, oft von großer örtlicher Bedeutung.
In England fallen die Eisenerzlager günstigerweise fast überall
mit den Kohlengebieten zusammen. Zudem erfreuen sich die meisten
anglischen Eisen:
industriebezirke
durch ihre küstennahe
 Lage der günstigsten
 Bedingungen
 für die Zufuhr
überseeischer,skanlinavischer
 und
spanischer, Erze.
Von den genannten
 Haupterzeugern
 vermögen
nur Frankreich
und Schweden
beträchtliche
Mengen von Ei-3enerzen
 auszuführen,
 dagegen
müssen die anderen
 Staaten noch
Erze für ihre Eisenindustrie
 einfüh-'en,
 auch die Verainigten
 Staaten
trotz ihrer Riesen-Öörderung.

Schweden gehört
 zu den erz- . a nn -
seichsten Ländern 120. Kohle, Eisen und Eisenindustrie in England.
der Welt, und seine Förderung ist in raschem Wachsen begriffen. Die
älteren Abbaustätten im mittleren Schweden bei Grä ngesberg, Dannemora
 und anderen Orten werden gegenwärtig weit übertroffen durch die
lappländischen Lager von Kirunavara-Luossavara und von Gellivare.
 Das Erzlager von Kirunavara ist das größte bisher bekannte Eisenerzvorkommen
 der Welt. Es bildet in einer Mächtigkeit von 45 bis fast
300 m einen 3% km langen Gebirgsrücken, an dem in zahlreichen Stufen
das wertvolle Erz im Tagebau gewonnen wird. Der Abbau nahm
schnell. zu, nachdem durch den Bau einer der nördlichsten Bahnlinien
der Welt von Kirunavara nach dem norwegischen Hafen Narvik
‘Ofotenbahn) die Möglichkeit der Ausfuhr während des ganzen Jahres
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.