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reichen und gemeinsam die Schwierigkeiten zu meistern suchen,
welche die gegenwärtige Zeit mit sich bringt. Aus diese Weise
kann von beiden Seiten positiv mitgewirkt werden, damit auch
auf wirtschaftlichem Gebiete der schwere Kainpf siegreich durch
geführt wird.
Wir schließen unsere ergebene Bitte daher mit dem Wunsche,
daß Ew. Exzellenz unsere Bestrebungen auf Errichtung eines
Einigungsamtes im Bergbau unterstützen möchte und verbleiben
Mit hochachtungsvollem Glück aus!
Grwcrkvcrcin christl. Bergarbeiter.
Verband der Bergarbeiter Deutschlands.
Poln. Berufsvereinigung d. Bergarbeiter.
Gcwerkverein der Bergarbeiter (H.-D.)
Betrifft das in der Eingabe der vier Bergarbcitcrverbände
vom l>. Februar 1915 in Aussicht gestellte Matrial.
B o ch u in , den 22. Februar 1916.
An Se. Exzellenz den Herrn Minister für Handel und
Gewerbe, v. S V d o w, Berlin.
Seit dem Kriegsausbruch wurden in Bergarbeiterkreisen
immer und immer wieder Klagen laut über starke Lohn
kürzungen, Schichtverlängerungen, Ueberschichten usw. Schon
unter dem 3. Oktober reichten wir beim preußischen Handels
ministerium und auch bei den Generalkommandos der verschie
densten Reviere Beschwerden über Mißstände auf einer großen
Anzahl von Zechen ein, mit welchen wir auch teilweise Erfolg
hatten.
Da aber immer wieder neue Klagen beim Vorstand des-
Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands eingingen, gab er, um
sicher zu gehen, in der zweiten Hälfte Oktober Fragebogen an
die Vertrauensleute aller in Betracht kommenden Bergwerke
heraus. Infolge verstärkter und neuer diesbezüglicher Be
schwerden nach den Weihnachtsfeiertagen wurde Mitte Januar
dieses Jahres vom genannten Vorstand noch eine Umfrage bei
den Bezirksleitern des Verbandes der Bergarbeiter Deutsch
lands veranstaltet.
Das Resultat der eingegangenen Fragebogen von Ende
Oktober ist auf beigefügter Zusammenstellung in der Anlage
(siehe die am Schlüsse eingeklebte Tabelle) zu ersehem Schon
damals gab es demnach auf vielen Zechen neben empfindlichen