wirtschaftliche Werte, weltwirtschaftlich überhaupt nicht und volkswirtschaftlich
nur zu jenem Teil, mit welchem sie in der äußeren
Wirtschastsbilanz eines Landes erscheinen.
Der Mangel einer strengen Unterscheidung zwischen Gebrauchswert
und Tauschwert und zwischen der privatwirtschaftlichen und
volkswirtschaftlichen Betrachtung beider hat manche Irrwege der
Theorie verschuldet. Da die Bedürfnisbefriedigung eine Tatsache
der Privatwirtschaft ist, so ist der privatwirtschaftliche Begriff
des Gebrauchswertes der ursprüngliche und der volkswirtschaftliche
nur abgeleitet. Wenn man die Volkswirtschaft als ein einheitliches
Ganze aufsaßt, so ergibt sich eine wesentliche Verschiebung der beiden
Wertbegriffe. Der Tauschverkehr innerhalb eines Landes ist nur vom
Standpunkte des Einzelnen ein ständiger Umsatz von Ware und
Geld, ein Kauf und Verkauf, vom Standpunkte der Allgemeinheit dagegen
nur ein Naturaltausch. Bei dieser Änderung des Gesichtspunktes
verschwindet daher das Geld aus seiner prominenten Rolle, denn
es wird zum bloßen Vermittler des Tausches, während nun der
Gebrauchswert aller übrigen Waren umso stärker hervortritt. Die
Privatwirtschaft bereichert sich durch Tauschwerte, die Volkswirtschaft
aber durch Gebrauchswerte, denn nur in ihrem Verkehre mit
dem Auslande tritt auch der Tauschwert hervor. Damit klärt sich
der von der klassischen Nationalökonomie mit Vorliebe erörterte
Gegensatz von Wert und Reichtum auf. Ricardo meinte, der
Tauschwert hänge von dem Arbeitsauswande ab und sei wohl zu
unterscheiden von dem Reichtum, der von der Menge der Waren
abhängt. Wenn mit demselben Arbeitsaufwand infolge einer technischen
Verbesserung oder einer hinzugetretenen natürlichen Hilfe
die doppelte Menge einer Ware hergestellt wird, so würde der
Tauschwert dieser Ware aus die Hälfte fallen, der nationale Reichtum
habe sich aber vermehrt, weil nunmehr von dieser Ware oder
eventuell auch von einer anderen, die mit der ersparten Arbeit hergestellt
wurde, mehr konsumiert werden kann als früher. Er hilft
sich über den Widerspruch durch eine Vergewaltigung des Sprachgebrauchs,
denn Reichtum kann nie bloß aus Mengen bestehen. Er
versteht in Wirklichkeit unter Wert eine Summe von Tauschwerten,
unter Reichtum eine Summe von Gebrauchswerten, betrachtet im
ersten Falle Waren vom privatwirtschaftlichen und im zweiten Falle
Güter vom volkswirtschaftlichen Gesichtspunkte. Es ist nun möglich,
daß der Tauschwert durch die Einführung einer Maschine auf
die Hälfte fällt, der Gebrauchswert aber nicht im selben Maße