Metadata : Weltporto-Reform

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sind  ein  Mittelding  von  Retourbriefmarke 3 ),  Weltbriefmarke ­
  und  Weltbanknote,  wenn  auch  nicht  gerade  in  bequemer ­
  Eorm  und  zu  unbeschränkter  Verwertung  in  jeder  Hinsicht. ­
  Auf  Gold  lautend,  vom  Internationalen  Bureau  des  Weltpostvereins ­
  hergestellt  und  zum  Selbstkostenpreise  von  0,98  Centimes
für  das  Stück  an  die  davon  Gebrauch  machenden  Postverwaltungen ­
  abgegeben,  werden  sie  vom  Publikum  brieflich  versandt ­
  und  können  vom  Empfänger  im  andern  Lande  bei  der
Post  gegen  eine  Landes-Briefmarke  von  25  Centimes  oder  den
entsprechenden  Gegenwert  eingetauscht  werden.  Es  werden
beim  Verkauf  aber  mindestens  3  Centimes  aufgeschlagen,  um
Spekulationen  mit  Hilfe  der  bestehenden  Münzunterschiede  unmöglich ­
  zu  machen.
Diese  Antwortscheine  sind  nun  auch,  wie  Stephan  von
der  Weltbriefmarke  mit  Recht  sagte,  eine  Art  Banknote,  ein
internationales  Geld;  ja  ich  möchte  sagen,  sie  sind  der
3 )  Den  Plan  einer  internationalen  Retourbriefmarke,  die  aber  ebenso,
wie  die  Antworthälfte  einer  Doppelpostkarte,  immer  mir  nach  dem  Ursprungslande ­
  zurück  gelten  sollte  —  auch  in  Form  internationaler  Kartenbriefe
mit  Antwort  oder  Stempelkuverts  mit  Antwort  sowie  teilbarer
Antwortmarken  —  entwickelte  ich  1894  unter  dem  Titel:  „Die  internationale ­
  Rückbriefmarke“  in  einem  längeren  Leitartikel  der  Zeitung
„Deutsche  Warte“  (Berlin  1894,  6.  und  9.  Mai,  Nr.  104  B  und  106  B;  später
auch  weiter  ebenda  behandelt  in  Nr.  122  B  vom  29.  Mai,  in  Nr.  188  vom
14.  Aug.  und  189  B  vom  15.  Aug.  1894  sowie  1899,  20.  Nov.  in  Nr.  320  B).
1895  wurde  vom  Internationalen  Bureau  des  Weltpostvereins  über  diese
Dinge  eine  Umfrage  veranstaltet,  1897  wurden  sie  auch  auf  dem  Kongress
zu  Washington  erörtert,  (vgl.  Hubert  Krains,  L’Union  postale,  1900,  S.  91),
doch  ist  sie  in  der  vorgeschlagenen  Form  nicht  verwirklicht  worden.  Dagegen ­
  hat  der  Weltpostkongress  zu  Rom  statt  dessen,  wie  Artikeln  Abs.  2
des  Weltpostvertrages  vom  26.  Mai  1906  (in  Kraft  vom  1.  Oktober  1907  ab)
bestimmte,  internationale  Antwortscheine  oder  Gutscheine  (coupons-reponse)
zum  Miudestverkaufspreise  von  28  Centimes  eingeführt,  die  brieflich  verschickt ­
  werden  und  im  fremden  Lande  am  Postschalter  gegen  eine  gegewöhnliche
  Briefmarke  von  25  Centimes  oder  dem  entsprechenden  Werte
in  der  Landesmünze  eingetauscht  werden  können,  um  damit  die  Antwort
zu  frankieren.  Die  Autwortscheine  gelten  nur  für  die  Staaten,  die  an
diesem  Abkommen  teilnehmen,  und  werden  vom  internationalen  Weltposthnreau
  in  Bern  hergestellt  ruid  den  Staaten,  die  sie  verlangen,  zum  Verkauf
an  das  Publikum  nach  erfolgter  Abstempelung  verabfolgt.
Frankreich  und  Russland  regten  1906  in  Rom  übrigens  auch  die
Ausgabe  eines  Kartenbriefs  mit  Antwort  an;  Frankreich  einen,  der  einen
            
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