Metadata : Die Social-Demokratie

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Anhang.

den  Lafialleanern  die  Vergötterung  Lafialle's  zum  Vorwurf.
So  schreibt  die  „Chemnitzer  Freie  Presse"  fl873,  88):
„Will  man  einer  Lehre  blind  folgende  Anhänger  sichern,  so
„nmß  man  dieselbe  als  Religion  verkünden.  Die  große
„Masse  Derjenigen,  denen  das  Denken  zu  schwer  fällt,  ist  auf  diese
„Weise  am  leichtesten  zu  gewinnen  und  gegen  Alle,  welche  nicht
„auf  die  Unfehlbarkeit  der  angepriesenen  Religion  schwören,
„zu  hetzen.  Die  Wirksamkeit  Lassalle's  ist  bei  den  Mit-„gliedern
  des  „Allg.  deutsch.  Arb.-Vereins"  bereits  zur  Legende
„geworden.  Lassalle  ist  für  sie  nicht  mehr  der  sterbliche  Ge-„lehrte,
  der  neben  großen  Eigenschaften  auch  bedenkliche  Schwächen
„hatte,  sondern  er  gilt  als  der  wiedererstandene  Christus,  als
„Gottes  Sohn,  und  es  fehlt  blos  noch,  daß  man  die  Gräfin
„Hatzfeldt  zur  Magdalena  sten,pelt  und  als  fortwirkenden
„heiligen  Geist  Herrn  Hasselmann  proklamirt."
F.  Lassalle  war  ein  eminent  begabter,  mit  gründlicher  Gelehrsamkeit ­
  und  vielseitigem  Wissen  ausgerüsteter  Mann,  der  als  ein
ächter  Sohn  seiner  Zeit  auf  Grund  seiner  materialistischen  Lebensanschanung
  einer  raffinirten  Genußsucht  stöhnte,  und  wegen
eines  Liebeshandels  im  Duell  einen  unrühmlichen  Tod  fand.
Seine  Anhänger,  die  nach  seinem  Namen  sich  nennen,  niachen
aus  ihm  einen  Märtyrer  für  die  Arbeitersache,  einen  unfehlbaren ­
  Papst,  einen  Götzen,  durch  defien  Kultus  die  Massen
für  den  Socialismus  gewonnen  und  fanatisirt  werden  sollen.
            
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