Prätoriussches Stipendium zu Bernau,
von dem Rathe Paulus Pratorius 1563 mit 1500 Thlr. gestiftet;
von den Zinsen soll die Halste für einen Studirenden, die andere Hälfte
für Hausarme, Hospitaliten rc. verwendet werden. Das Stipendien-
Kapital beträgt jetzt 2240 Thlr. und das Stipendium (90 Thlr.) wird an
Söhne aus der Familie des Stifters, event, an 3 Bürger-Sohne aus
Bernau bis auf 4 Jahre vergeben. Kollator ist der Magistrat zu
Bernau.
Graf Fr. v. Praschma,
(t 1860) vermachte den Schulen der Stadt Falkenberg (Oppeln) 200
Thlr., deren Zinsen zu Prämierr für die fleißigsten Schüler verwendet
werden sollen. Vgl. St. Hedwigs-Krankenhaus.
Prauck-Pöppingsches Legat zu Königsberg.
Der Fonds beträgt 425 Thlr. und der Geistliche der Steindamm-Pol-
nischcn Kirche bezieht die Zinsen.
Karl Prauß,
Schlächtermeister zu Breslau (t 1850) vermachte 8000 Thlr. zur Er
richtung eines Armenhauses an seinem Geburtsorte Soppau (Kreis
Gr.-Strehlitz). 2000 Thlr. sollten zum Ankauf des Grundstücks ver
wendet werden. Das Dorfgericht nebst dem Pfarrer und Schullehrer
haben die Verwaltung der Anstalt.
Erste Prausnitzersche Stiftung zu Liegnitz,
begründet von dem im Jahre 1846 + Banquier Raphael Gabriel
Pr ausili tz er. Er ordnete an, daß zum Bau der dortigen Synagoge
aus seinem Nachlaß 5300 Thlr. an die jüdische (jetzige Synagogen-)
Gemeinde verliehen und die Zinsen à 4 pCt. in der Weise vertheilt
werden sollten, daß a) 25 Thlr. für Vornahme religiöser Verrichtun
gen; b) 50 Thlr. an den jüdischen ReligionSlehrer, damit er armen
Kindern Religions-Unterricht ertheile; c) 25 Thlr. zur Ausstattung
einer armen jüdischen Braut; d) 50 Thlr. zum Stipendium für einen
armen jüdischen Studenten; e) 20 Thlr. an den jedesmaligen Bürger
meister für die Aufsicht über die Stiftung; f) 10 Thlr. zur Verthei-
lung von Brennholz an christliche Arme im Wohnungsbezirk des Testa
tors; g) die übrigen 32 Thlr. zu wohlthätigen Zwecken verwendet wer
den sollen. Die Verwaltung der Stiftung steht dem Magistrat zu.
Zweite Prausnitzersche Stiftung zu Liegnitz,
von der Wittwe desin Liegnitz f Banquier Prausnitzer jun., Louise
geb. Caro in Breslau begründet. Sie überwies an Stelle der Sum
men, welche sie bis dahin alljährlich den Liegnitzer Armen zufließen
ließ, der dortigen städtischen Armenkaffe zu einer Stiftung unter der
obigen Bezeichnung 3000 Thlr.
Prawitzsche Stiftungen zu Straußberg.
Rentier Prawitz, Erbe des etwa 30,000 Thlr. betragenden Nach
lasses seiner Schwester, der verehelichten Tuchmacher Zimmermann