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Wittwen der beiden ländlichen Pfarrgemeinden städtischen Patronats
in Gremboczyn und Gurske Theil nehmen. Eine Vermehrung erhielt
der Fonds im Jahre 1843 durch 5866ş Thlr., welche Kaufmann
Langwald den Wittwen der an den ev. Kirchen in Thorn angestellt
gewesenen Geistlichen vermacht hatte.
Prediger-Wittwenhaus zu Potsdam.
Diese Königliche Anstalt, von dem großen Kurfürsten und seiner Gemahlin
Dorothea für arme und fromme Wittwen gestiftet, von Friedrich
III. 1697 konsirmirt und fundirt, gewährt 24 Wittwen von Predigern
und Schullehrern einen Zufluchtsort. Die Mehrzahl dieser Wittwen
erhält außer freier Wohnung 50 Thlr. Pension, nebst Brennmaterial,
die übrigen genießen freie Wohnung und eine Entschädigung für Brennmaterial.
Die Aufnahme wird durch den Grad der Bedürftigkeit und
das Alter der Anwartschaft bedingt. Die Verwaltung ist in den Händen
eines geistlichen und eines weltlichen Inspektors. Die Oberaufsicht
führt die Königl. Negierung. Gesuche um Aufnahme sind an das
Jnspektorat zu richten.
Prediger-Wittwenkasse für die Grafschaft Barby,
um das Jahr 1700 von dem damaligen Grafen von Barby, Herzog
Heinrich zu Sachsen, Dompropst zu Magdeburg begründet. Das Kapital-Vermögen
hatte sich bis 1840 auf etwa 18,000 Thlr. vermehrt.
Jährliche Pension 150 Thlr., Beitrag eines Mitgliedes jährlich 2 Thlr.;
1842 waren 7 Mitglieder und 2 Wittwen. (Hermes I. 47. 227.)
Prediger-Wittwen-Societät zu Burg,
gestiftet 1692 für die jetzigen beiden Diöcesen Burg und Alten-Plathow.
Die Societät, 1838 mit neuen Statuten und 1842 mit einem
Vermögen von 21,000 Thlr. versehen, bildet eine privilegirte Korporation;
Mitglieder sind alle Prediger, Pfarr-Adjunkten und Emeriti in
den genannten Diöcesen; Antrittsgeld 20 Thlr., pränumerirtes Sterbefallsgeld
2 Thlr., jährliche Beiträge 2 Thlr. und bei jedem Sterbefallc
2 Thlr. Die volle Wittwen-Pension beträgt jährlich 75 Thlr., Kinder
erhalten gemeinschaftlich eine solche Rate. Söhne beziehen die
Pension, so lange sie in der Lehre sind, resp. bis zur Beendigung des
Universitäts-Tricnttittms, Töchter bis zum vollendeten 21 sten Jahre,
wenn sie sich nicht früher verheiraten. Sterbegeld für Mitglieder 60
Thlr. Die beiden in dem Societäts-Verbande fungirenden Superintendenten
bilden als Direktor und Kondirektor den Verwaltungs-Vorstand
der Societät.
Prediger-Wittwenkasse zu Duisburg,
für die Prediger der größeren evang. Gemeinde. Sie hatte 1861 ein
Vermögen von 13,400 Thlr.
Prediger-Wittweukasse zu Essen,
ein kirchliches Institut, 1732 errichtet. Die Wittwe Huyssen verniachte
nämlich der cv. Geineiude in Essen 500 Thlr. zur Unterstützung