fullscreen: Oekonomik der Transformationsperiode

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maßen; „Sozialismus ist praktische soziale Rationalistik mit 
antichrematistischer Tendenz." Diese mit Verlaub zu sagen 
„Definition" hat ihre tiefen Wurzeln in der Literatur. Denn 
es besteht eine alte Tradition, die die Festigkeit eines Vor 
urteils erworben hat, eine Tradition, die den sklavenhalterischen 
„Kommunismus" eines Plato, den preußisch - junkerlichen 
„Staatssozialismus" eines Rodbertus, den finanzkapitalistischen 
Staatskapitalismus der Kriegsperiode und den marxistischen 
Kommunismus in einen Topf wirft, aus dem einfachen Grunde, 
weil alle diese Formen eine „soziale Rationalisierung mit anti 
chrematistischer Tendenz" aufweisen. Es ist jedoch klar, daß 
ein solcher Standpunkt keineswegs besser ist als jene bar 
barisch groben, sowohl naiven als auch schlauen Definitionen, 
die während des Krieges dem Imperialismus als einer außer 
historischen, ja mitunter sogar allgemeinen biologischen 
Funktion gegeben wurden.*) 
Dieser Wirrwarr kommt logisch daher, daß hier die 
Klassencharakteristik des Staates verhüllt ist, der unter dem 
Namen des „Allgemeinen", „Ganzen", „gesellschaftlichen 
Ganzen“ und anderer schönen Worte auftritt, und der spezi 
fische Charakter der Produktionsverhältnisse verschwiegen 
wird. Diese letzteren werden bloß betrachtet unter dem 
Gesichtswinkel, daß die Anarchie der Produktion und das mit 
ihr verbundene Gcldsystem aufgehoben werden. Da aber in 
diese Formel alle möglichen Formen der wirtschaftlichen 
Struktur hineinpassen, die auf Grund naturalwirtschaftlicher 
und zugleich planmäßig geregelter Beziehungen aufgebaut sind, 
welche Charakteristik innerhalb oder außerhalb der Klassen 
') Ein französischer Schriftsteller definierte den Imperialismus als das 
Bestreben jeder Lebensform, sich - auf Kosten der anderen auszudehnen. 
Von diesem Standpunkt aus bildet das Huhn, das nicht einmal goldene 
Eier legt, aber Körner pickt, ein Subjekt der imperialistischen Politik, denn 
es „annektiert” dieses Korn.
	        
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