fullscreen : Der Zucker im Kriege

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d)  Keks.
Die  Versorgung  von  1200  Keksfabriken  mit  Zucker  erfolgt  in
gleicher  Weise  wie  mit  Mehl  und  anderen  Rohstoffen  durch  das  Mehlkontor ­
  des  Verbandes  Deutscher  Keksfabrikanten  in  Celle.  Infolge
der  Aussetzung  der  Mehlbelieferung  an  diese  Betriebe  im  Sommer
1917  wurde  auch  die  Zuckerzuweifung  für  diese  Zeit  eingestellt.
e)  Trockenmilch.
Für  die  Herstellung  von  Trockenmilch  werden  die  Bezugsscheine
durch  die  Zentral-Einkaufs-Gesellschaft  m.  b.  H.,  Abteilung  14  Milch,
Berlin,  weitergegeben.
f)  Obst-  und  Beerenwein.
Zur  Herstellung  von  Obst-  und  Beerenwein  darf  Zucker  nur
soweit  verwendet  werden,  daß  im  fertigen  Obst-  und  Beerenwein  bei
vollständiger  Vergärung  nicht  mehr  als  8  Gramm  Alkohol  in
100  Kubikzentimetern  enthalten  sind.  Zur  Süßung  von  Obst-  und
Beerenwein  wird  Zucker  nicht  abgegeben.  Die  Unterverteilung  der
Bezugsscheine  an  700  Betriebe  ist  durch  die  Kriegsgesellschaft  für
Weinobst-Einkauf  und  -Verarbeitung  m.  b.  H.  in  Berlin  erfolgt.
g)  Schaumwein.
Zur  Herstellung  von  Schaumwein  und  schaumweinähnlichen
Getränken,  deren  Kohlensäuregehalt  nicht  ganz  oder  teilweise  auf
einem  Zusatz  fertiger  Kohlensäure  beruht,  werden  für  die  Zwecke  der
Gärung  ungefähr  25  Gramm  für  die  Flasche  von  800  Kubikzentimetern ­
  Inhalt  gegeben.  Für  die  Süßung  von  Schaumwein  wird
Zucker  nicht  zugeteilt.  Die  Zahl  der  Schaumwein  herstellenden  Betriebe ­
  betrug  zuletzt  93.
Ii)  Bienenfütterung.
Nach  der  Zählung  vom  2.  Dezember  1912  betrug  die  Gesamtzahl ­
  der  Bienenvölker  im  Deutschen  Reiche  2  630  837.  Im  Jahre
1916  wurde  für  jedes  überwinterte  Stammvolk  eine  Höchstmenge  von
10  kg  Zucker,  und  zwar  5  kg  versteuerten  Zuckers  gegen  Bezugsscheine ­
  der  Reichszuckerstelle  und  5  kg  unversteuerten  Zuckers  gegen
zollamtliche  Berechtigungsscheine,  festgesetzt.  Bei  der  nassen  Witterung
im  Jahre  1916  war  die  Zuckerfütterung  der  Bienen  für  die  Erhaltung
der  Völker  von  besonderer  Bedeutung.  Die  Verteilung  des  Zuckers
            
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