Es heißt in der Charte für Cornwall 1 :
quod oranes Stannatores prae d’operantes in Stannariis illis, quae
sunt dominica nostra, dum operantur in eisdem sint liberi et
quieti de placitis nativorum Concessimus etiam eis
dem Stannatoribus, quod fodere possint Stannum ubique in terris,
moris, et vastis nostris et aliorum quoruncunque in Com(itatu)
praed(icto) et Cursus aquarum ad operationes stannariarum prae-
dictarum divertere ubi et quotiens opus fuerit; et emere buscam
ad funturam stanni, sicut antiquitus fieri consuevit sine impedi-
mento nostri vel haeredum nostrorum Episcoporum, Abbatum,
Priorum, Comitum, Baronum seu aliorum quorumcunque.
Allein auch die Einschränkung auf die beiden Grafschaften ge
nügte den Grundherren nicht. Ihr Widerspruch wuchs, bis unter der
Regierung Eduard III. das Parlament eine „declaration, limitation und
exposition“ der Charten vom Jahre 1305 vornahm, welche die Rechte
des Königs, auf fremden Besitzungen Zinnbergbau treiben zu lassen,
gar sehr verkürzte.
Zu der Stelle der Charten, wonach in den Grafschaften Cornwall
und Devonshire der Zinnbergbau überall frei sein soll, lautet jene
Deklaration in ihrer späteren englischen Übersetzung:
„It seems to be a very necessary thing in this Case, that their
Customs and Uses be enquired into and that the Warden of the
Tin-Work have a Charge, that he do not permit any Tinner in
the said Tin-Work, to dig in any Medow-Land nor Woods, nor
among Woods, nor to seek among Woods or among Houses,
nor disturb Waters“
Hiernach wurde der königliche Bergbeamte angewiesen, den Berg
bau unter Wiesen, unter und zwischen Wäldern und Häusern nicht fer
ner zu gestatten.
Nach dieser Deklaration des Parlaments und nach anderen späteren
Einschränkungen kann in Cornwall und Devonshire außer mit Ein
willigung des Grundeigentümers nur noch Zinnbergbau getrieben wer
den auf Gemeinland (Wastrel Lands) oder auf ehemaligem Gemeinland,
auf und unter welchem früher Zinnbergbau betrieben war, ehe es in
Sonderbesitz überging. Dies ist wiederholt von den Zinnparlamenten, 1 2
1 Die Charte für Cornwall ist bei Pearce p. 1, 2, diejenige für Devonshire
daselbst p. 186, 187 abgedruckt; bei Frühe 1. c. S. 220.
2 Diese war ursprünglich französisch abgefaßt. Die Übersetzung findet sich
bei Pearce p. 5—8.