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praediis inventas licentiam dederit fodiendi, graciam hujusmodi
duximus confirmandam. “
Der im Jahre 1205 1 von König Philipp dem Bistume zu Brixen
erteilten Bergregalverleihung ist bereits bei den tyrolischen Bergordnungen
gedacht worden.
Am 10. März 1205 verlieh König Philipp dem Abte zu Berchtesgaden:
„ea, quae intra terminos foresti, quae erant imperii .... in
venationibus, piscationibus et quae in salis vel cujuslibet
metalli venis subterraneis inveniri aut elaborari potuerit 1 2 .
Villanueva nr. 141 zitiert aus einer Urkunde Philipps an den
Bischof von Brixen: „Certum est et indubitatum, quod quidquid
metalli in visceribus terrae reperitur, de antiquissimo jure imperii
fisco nostro pertinet.“
Im Jahre 1205 verlieh Herzog Leopold von Steiermark und
Österreich den Mönchen zu Rain (fratribus de Runa) 3 :
„quantum (in fodina ferri nostri) utilitatis pro venire potest ex
quatuor follibus.“
Daß die Herzoge Steiermarks das Bergregal in ihrem Herzogtum
hatten, ist bereits oben nachgewiesen. Dieses Regal nutzten sie durch
die Verleihung der Grubenfelder an Private gegen Abgaben. Einen
Teil derselben übereignete der Herzog dem vorgenannten Kloster.
Im Jahre 1206 erteilte König Philipp dem Kloster Rott das Berg
werksprivilegium auf dessen Besitzungen 4 .
Am 23. November 1208 wiederholte König Otto IV. die vom
König Philipp im Jahre 1199 für Berchtesgaden ausgestellte Bergwerks
verleihung 5 6 * .
Die am 28. März 1214 durch Kaiser Friedrich II. erfolgte Bestätigung
des Bergregals für das Bistum zu Brixen ist bereits bei den tyrolischen
Bergordnungen raitgeteilt worden 8 .
Am ix. Mai 1216 stellte Kaiser Friedrich II. dem Erzstifte zu
1 Böhmer, Regesten (911—1313) No. 2938.
2 Hundii Metropolis Salisburgensis II p. 122, 123 und sonst.
3 Urkunde in Pusch und Frölich II 17.
4 Lori, Sammlung des bairischen Bergrechts, Einleitung S. XI. Monum.
Boica XXIX, 1 p. 369.
5 Monum. Boica XXIX p. 545.
6 v. Sperges, Tyrolische Bergwerksgeschichte S. 277, 278. Monum. Boica
XXX, 1 p. 21.