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gelegen sei, und ob er Stollen- oder Schachtrecht empfangen wolle;
was Rechtens alsdann, solle ihm der Richter verleihen und in das
Verleihbuch bei Gericht einschreiben. Welcher Bau feiert und nach
Vorschrift der Bergordnung nicht gearbeitet wird, den mag und soll
der Bergrichter dem nächsten verleihen, der darum an ihn kommt.
25. In dem Urkundenbuche des Grafen Kaspar Sternberg zu dessen
Geschichte der böhmischen Bergwerke finden sich zahlreiche Berg
freiheiten, welche nicht für alle, sondern nur für einzelne Orte und nicht
für jedermann, sondern nur für bestimmte Personen vom Könige ausgestellt
sind 1 . Eine allgemeine, jedem kraft eigenen Rechts zustehende Berg
baufreiheit hat daher in Böhmen nicht bestanden. Dies ergibt sich
klar u. a. aus den Formeln königlicher Verwilligungen auf Seifengold
zu bauen, deren eine aus dem Jahre 1400 1 2 , wie folgt lautet:
„Wenzeslaus Notum facimus, quod Joanni dicto
Liczko fideli nostro dilecto, facimus et indulsimus, et virtute
praesentium regia auctoritate Boemiae gratiosius indulgemus, ut
ipse cum suis cooperatoribus in bonis religiosorum abbatis et
conventus monasterii Aulae regiae aurum vulgariter dictum
Seifengolt querere et ibidem aurifodinas facere et laborare valeat
atque possit juribus tarnen nostris, quae nobis ratione
urborae et praefatis abbati et conventui praetextu fundi praedic-
tarum aurifodinarum vulgariter dictum Ackergelt juxta rectum et
consuetudinen regni nostri Boemiae provenire debebunt, semper
salvis.“
26. Herzog Albrecht II. von Österreich, Steiermark usw. bestimmte
durch die Bergordnung vom Jahre 1336 oder 1346 für die Steiermark 3 ,
daß der Bergmeister dem Finder eines Bergwerks gewisse Massen
verleihen soll, es sei der Grund, wem er will, geistlich oder weltlich.
Der Grundherr soll den 40. Teil, der Landesherr die Fron haben. Die
Betreiber der Bergwerke heißen Fronmänner. Die Baue werden nach
dreimal vierzehn Tagen auflässig und können dann jedem verliehen
werden.
27. Am 2. Dezember 1410 befiehlt König Wenzel von Böhmen 4
1 S. No. 19 S. 28, No. 41 S. 57, No. 45 S. 61, No. 50 S. 6$, No. 58 S. 76
No. 73 S. 100, No. 93 S. 143, No. 102 S. 166 ff.
2 No. 73 S. 100.
3 Bei v. Sperges, Tyrolische Bergwerksgeschichte S. 281 ff.
4 Schmidt, Sammlung der Berggesetze der österreichischen Monarchie
I 136, 137-