Full text : The ABC of taxation

—  29  —

')  Weltr.  33.  —  '-’)  Weltr.  31.  -  8 )  Weltr.  147.  -  “)  Weltr.  110.

duktive  zurückführen  lasse 1 ),  so  bestreitet  er  doch  ganz  und
gar  die  alleinige  Produktivität  des  Ackerbaues.  Er  betont
ausdrücklich,  dass  es  ausser  dem  Ackerbau  auch  andere
»produktive  Beschäftigungen«  gäbe 2 ),  nämlich  die  von  ihm
sogenannte  »Produktion«  des  Genies,  der  Privation  und
des  Raubes.  An  einer  weiteren  Stelle  des  »Weltreichtums«,
schon  im  Zusammenhang  mit  dem  Abgabenwesen,  unterzieht ­
  Kankrin  auch  den  bekannten  impot  unique  der
Physiokraten  einer  Kritik  und  findet  ihn  praktisch  undurchführbar. ­
  »Also  schon  in  dieser  Hinsicht  —  so  schliesst
er  seine  Kritik  des  impot  unique  —  ist  das  physiokratische
  System,  wie  sogleich  dem  praktischen  Menschenverstand ­
  einleuchtend  war,  untunlich,  wenn  es  auch  sonst
in  Ansehung  der  Steuerquelle  nicht  einseitig  wäre.« 8 )
Als  Gegenstück  zu  dem  Agrikultursystem  behandelt
Kankrin  das  Merkantil-  oder  Fabriksystem.
Die  Spuren  des  Merkantilismus  findet  Kankrin  schon
in  der  alten  Stadtmunizipal-  und  Zunftverfassung  und  in
den  Begünstigungen  der  Städte  gegen  das  Land,  insbesondere ­
  gegen  den  Adel,  was  ja  im  Interesse  der  Fürstenpolitik ­
  lag.  Man  habe  schon  damals  das  richtige  Gefühl
gehabt,  dass  »die  Kultur,  ja  das  Erheben  (die  Förderung  G.Sch.)
des  Ackerbaues  selbst  von  den  Städten  ausgehen  müsse,  in
welchen  die  Herzmuskeln  der  Landeszirkulation  liegen.« 4 )
Aus  ähnlichen  Gründen  habe  man  später  auch  das  eigentliche
Fabriksystem  und  den  auswärtigen  Handel  begünstigt.
Das  Merkantilsystem  sei  allgemein  missverstanden
worden  und  es  habe  trotz  der  begangenen  Fehlgriffe  alle
die  feindlichen  Angriffe,  welche  ihm  zuteil  geworden  sind,
nicht  verdient.
Als  »eigentliche  Grundzwecke«  des  Merkantilismus
s tellt  Kankrin  folgende  fest.
Erstens,  durch  künstliche  Mittel,  wie:  Prämien,  Ausfuhrund
  Einfuhrverbote,  Begünstigungen  der  Städte  usw.  soll
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.