Contents : Die Frau und die Arbeit

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zwar  stammt  dasselbe  aus  eben  der  Zeit,  da  zum  ersten
Male  bei  einem  Teil  des  jüdischen  Volkes  die  fleißige
Frau  zu  verschwinden  anfing*  und  bereits  Salomons  sie-*
  Das  Idealbild  der  arbeitenden  im  Gegensatz  zu  der  parasitischen
Frau  findet  sich  in  den  Sprüchen  Salomonis  unter  der  Überschrift
„Worte  des  Königs  Lamuel,  die  Lehre,  die  ihn  seine  Mutter  lehrte.“
Auf  die  Gefahr  hin,  den  Leser  ein  ihm  allzu  Vertrautes  zu  bieten,  sei
die  Stelle  hierher  gesetzt,  die  mit  Berücksichtigung  der  Verschiedenheit ­
  der  materiellen  und  geistigen  Verhältnisse  auch  das  Ideal  der
arbeitenden  Frau  der  Gegenwart  und  Zukunft  darstellt:
„Sie  ist  viel  edler,  denn  die  köstlichsten  Perlen,
Ihres  Mannes  Herz  darf  sich  auf  sie  verlassen,
Und  Nahrung  wird  ihm  nicht  mangeln.
Sie  tut  ihm  Liebes  und  kein  Leides  sein  Leben  lang,
Sie  gehet  mit  Wolle  und  Flachs  um
Und  arbeitet  gern  mit  ihren  Händen.
Sie  ist  wie  ein  Kaufmannschiff,
Das  seine  Nahrung  von  Ferne  bringt.
Sie  steht  des  Nachts  auf
Und  gibt  Futter  ihrem  Hause
Und  Essen  ihren  Dirnen.
Sie  denkt  nach  einem  Acker  und  kauft  ihn,
Und  pflanzet  einen  Weinberg  von  den  Früchten  ihrer  Hände.
Sie  gürtet  ihre  Lenden  fest
Und  stärkte  ihre  Arme.
Sie  merkt  wie  ihr  Handel  Frommen  bringt;
Ihre  Leuchte  erlöscht  des  Nachts  nicht.
Sie  streckt  ihre  Hand  nach  dem  Rocken,
Und  ihre  Finger  fassen  die  Spindel.
Sie  breitet  ihre  Hände  aus  zu  den  Armen
Und  reicht  ihre  Hand  dem  Dürftigen.
Sie  fürchtet  ihres  Hauses  nicht  vor  dem  Schnee,
Denn  ihr  ganzes  Haus  hat  zweifache  Kleider.
Sie  macht  selbst  Decken,
Weiße  Seide  und  Purpur  ist  ihr  Kleid.
Ihr  Mann  ist  berühmt  in  den  Toren,
Wenn  er  sitzt  bei  den  Ältesten  des  Landes.
Sie  macht  einen  Rock  und  verkauft  ihn,
Einen  Gürtel  gibt  sie  dem  Krämer.
Ihr  Schmuck  ist,  daß  sie  reinlich  und  fleißig  ist
Und  wird  hernach  lachen.
Sie  tut  ihren  Mund  auf  mit  Weisheit,
Und  auf  ihrer  Zunge  ist  holdselige  Lehre.
Sie  schauet,  wie  es  in  ihrem  Hause  zugeht
Und  isset  ihr  Brot  nicht  mit  Faulheit.
            
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