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ländern zuzuwandern. 1848, als sich mehr und mehr ein
bevölkertes und wirtschaftlich lebendiges Hinterland in
immer weiteren Ringen um die Großen Seen und weiter
westwärts herumgelegt hatte, rollte auf den Schienen die
arste Getreidefracht nach Chikago herein: später passierten
jährlich nicht selten dreihundert Millionen Bushel den
Hafen und die Bahnhöfe. Große Industrien entstanden.
So stieg denn die Bevölkerung 1870 auf fast 300 000, 1880
auf über 500 000, 1890 auf über eine Million, 1900 auf über
sinundzweidrittel Millionen, 1910 nach dem Zensus auf
2 185 283 Einwohner. In einem der anziehendsten Kapitel
seines Werkes zeigt Myers, wie Marshall Field zu rechter
Zeit ganze Stadtteile Chikagos seiner Verfügung unter-
warf und den Gewinn an den inneren Ländereien immer
wieder zu neuen Erwerbungen in den Außenzonen der
Stadt benutzte, bis er schließlich auch zur Beherrschung
industrieller Betriebe, wie der nur scheinselbständigen
Pullmanwerke, weiter getrieben wurde: nur um eine
Anlagemöglichkeit für seine sich aufstauenden Überschüsse
zu finden.
A
Aufgdie gewaltigsten Gipfel der modernen Reichtums-
auftürmung stoßen wir jedoch auf einem noch andern Ge-
biet: dem des Finanzkapitals, das den Kredit des Lan-
des, oder vielmehr ganz Nordamerikas und der westlichen
Erdhälfte, eigenmächtig leitet und über Effekten- und
Warenbörsen sein Zepter schwingt, das auf allen Feldern
der Produktion und des Verkehrs unermüdlich junge, neu-
gegründete Betriebe hervorzaubert und ebenso unaufhör-
lich altezUnternehmungen in den Schmelzkessel der Ver-
einigung und Vertrustung wirft, um immer ausgedehntere
Grundlagen für das zu unerhörtem Umfange angewach-
sene Börsentreiben zu gewinnen — das in Amerika zwar
in ganz besonderem Maße als Verkörperung aller zersetzen-
den, gemeinschädlichen Plutokratie verschrien, gehaßt und
befehdet ist und das trotz alledem Rang und Macht nicht
nur.wahrt, sondern lawinenhaft vermehrt.
Der überragendste Vertreter dieser auffälligsten und ein-
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