Deutschland, daß wir, weil gemessen am Draußen unsere Arbeit
billiger war, mit unserer deutschen Ware draußen wieder plötz—
lich vorhanden waren. Wir sollten verfehmt werden; aber es war
billig, in Deutschland zu kaufen, und dieser Dammdurchbruch der
schlechten deutschen Valuta hat uns wieder auf den Weltmarkt
hinaus geführt. Freilich, diese Erneuerung gewerblicher und
kommerzieller Beziehungen ist von der deutschen Wirtschaft in
ihrer Gesamtheit sehr schwer bezahlt worden. Denn es ist damals
in Deutschland nicht gekauft worden, weil man die deutsche Ware
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dieses Verkaufenkönnen ohne Rücksicht auf Leistung, der Aus—
verkauf Deutschlands, wie es dann übertreibend genannt wurde,
hat zur Folge gehabt, daß in Deutschland auch schlechte Ware,
schlechte Arbeit mit einer gewissen Leichtfertigkeit angeboten
wurde. Bis wir auf einmal von draußen hörten, und auch die
Kaufleute und die Industriellen es hörten, aus Spanien oder
aus Südamerika oder sonst woher, daß man enttäuscht darüber
wäre, daß die Ware, die man in Deutschland gekauft hatte, nicht
mehr so gut sei wie im Jahre 1913 und 1914, so daß also von
dieser Seite aus die Inflationsperiode des leichten Ausführen—
könnens für das Ansehen der deutschen Arbeit und zuverlässigen
Leistung eine Belastung wurde.
Wir erinnern uns, daß in jener Zeit, da durch die Sprünge
der Valuta eine plötzliche Ausfuhr einsetzte, die dann wieder ins
Stocken kam, wenn die Valuta sich einigermaßen beruhigt hatte,
der Versuch gemacht wurde der Ausfuhr- und Einfuhrbewilli—
gungen, der Uberwachung von Einfuhr und Ausfuhr, der Auf—
bau eines Beamtenapparats, der diese Funktionen überhaupt erst
ermöglichte, wir erinnern uns an jene dilettantenhaft anmutende
Form, eine Exportpolitik und eine Schutzpolitik verwaltungs—
technisch zu leisten; amtliche Stellen und Branchestellen kon—
kurrierten miteinander. Es war die Zeit, da man mit Verwal—
tungsmaßnahmen eine Regelung, eine Bindung der Valuta ver⸗
suchen wollte, und da der Zustand der Hilflosigkeit nur immer
deutlicher wurde. In dieser Inflationsperiode war der Export
eine Selbstverständlichkeit geworden; im Innenmarkt bestand
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