Full text : Zur wirtschaftlichen Förderung des Handwerks

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Automobils  und  der  Elektrizität  hervorgerufen
haben,  das  Handwerk  rechtzeitig  hinein  zu  „leiten",
die  Handwerker  nicht  durch  die  veränderten  Tatsachen ­
  ^überrumpeln  zu  lassen,  das  muß  eben  die
Hauptaufgabe  der  Meisterkurse  sein.
Aus  demselben  Grunde  hat  die  Handwerkskammer ­
  —  sie  hätte  es  sicher  schon  früher  getan,
wenn  sie  bestanden  hätte  —  so  außerordentlich
zahlreiche  Buchführungskurse  veranstaltet,  die
den  Handwerkern  selbst  und  ihren  Frauen  die  notwendigen ­
  kaufmännischen  Kenntnisse  vermitteln  sollen,
die  heute  für  den  Handwerker  unumgänglich  nötig
sind.  Daneben  hat  sie  andere  Kurse  zur  Vermittelung
der  Kenntnis  der  wichtigsten  Gesetze  allenthalben
eingerichtet.  Die  vielen  technischen  Kurse  der  Handwerkskammer ­
  beschränken  sich  zumeist  auf  Sondertechniken. ­
  Sie  spielen  in  der  gesamten  gewerblichen
Ausbildung  eine  sehr  große  Rolle  und  leisten,  soweit

das  überhaupt  in  Kursen  möglich  ist,  der  Förderung
des  Handwerks  heute  unentbehrliche  Dienste.
Linen  bedeutenden  Anteil  hat  schließlich  noch
die  Handwerkskammer  an  den  vom  Staat  und
anderen  öffentlichen  Körperschaften  veranstalteten
sog.  großen  Meisterkursen,  deren  Besuch  sie
den  Handwerkern  durch  Stipendien  und  Beihülfen
erleichtert  und  wozu  sie  überhaupt  beträchtliche
Zuschüsse  leistet.
So  ist  die  Handwerkskammer  ein  ungemein
wichtiges  Glied  in  der  Kette  der  Bestrebungen,
die  darauf  gerichtet  sind,  den  Handwerkerstand  zu
fördern  durch  die  Hebung  seiner  allgemeinen  und
besonderen  Bildung,  sowie  durch  die  Hebung  seiner
technischen  Fertigkeiten  und  damit,  weil  jene  die
unmittelbare  Voraussetzung  dieser  sind:  seiner
wirtschaftlichen  Förderung.  Das  tun  die
nachstehenden  Tabellen  besonders  deutlich  kund.

Kosten  der-  Bildungseinrichtungen.

Diese  Tabelle  gibt  eine  Uebersicht  über  die  Aufwendungen  der  Handwerkskammer  für  ihre
Bildungsveranstaltungen.

(Lehr-  und  Fachkurse,  gewerbliche  Schulen,  Meister-  und  Genossenschaftskurse  usw.)

Zahr

theoretische
Kurse
ITC

technische
Kurse
ITC

Innungsverwalter» ­

Kurse
m

ITCeisterkurse
m

Genossenschaftskursr

Löln
M

Fortbildungsschulen ­

ITC

Fachschulen
ITC

Gesellen-  u.
Iünglingsvereine

Lehrlingsm


Stipend
Meisterkurse

M

en  für
Gonossenschaftrkurse

M

Zusammen
ITC

1900/0  l

—

200

—  *

—

—

500

275

—

—

—

975

1901/02

—

—

—

—

—

100

150

—

—

—

250

1902/03

450

—

—

6500

—

160

500

—

680

—

8290

1903/04

538

200

—

500

300

500

1350

—

925

390

4703

1904/05

2059

776

—

—

—

800

1328

200

1900

1000

8063

1905/06

5753

4213

—

—

—

—

800

220

1860

350

13196

1906/07

4474

3567

—

1000

500

—

850

115

750

175

11431

1907/08

5358

4664

—

1550

550

250

1000

50

1140

75

14637

1908/09

3594

4168

—

800

500

350

500

50

1050

75

11087

1909/10

4926

2129

—

800

500

150

400

255

1120

500

10780

1910/11

7484

3322

415

350

—

450

100

100

735

—

12966

1911/12

4064

7291

551

800

500

216

300

—

510

—

14232

1912/13

7177

4063

763

1100

500

200

350

75

880

110

15218

1913/14

9243

7410

421

1400

500

340

250

120

930

165

20779

Das  kommt  einem  Gesamtaufwands  gleich  von  146  597  Mark.
            
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