Contents : Die Schweiz

die  Wintersaat  und  als  Wasservorrat  für  das  erste
Wachstum  der  Pflanzen  im  Frühling.
Wetterlagen  der  Schweiz.
W<n,-rlageii  Die  Witterung  hängt  von  der  Richtung  des  Windes ­
  ab.  Der  Wind  selbst  richtet  sich  nach  der  Verteilung ­
  des  Luftdruckes,  dessen  Unterschiede  von  Ort
zu  Ort  sich  im  Barometerstand  zeigen.  Nach  einem
Gebiet  mit  geringem  Luftdruck  und  tiefem  Barometerstand ­
  (Minimum  oder  Depression)  strömt  die  Luft
so  lauge  hin,  bis  der  Druckunterschied  ausgeglichen
ist.  Solche  Gebiete  tiefen  Barometerstandes  können
an  Umfang  einein  großen  Teil  Europas  gleichkommen
und  verlegen  meist  in  kurzer  Zeit  ihren  Standort.
Am  häufigsten  wandert  das  Minimum  vom  Atlantischen ­
  Ozean  her  über  Nordsee  und  Ostsee  und  verschwindet ­
  im  Nordosten  Europas.  Je  nach  der  augenblicklichen ­
  Lage  des  Minimums  ändern  die  ihm  zuströmenden ­
  Winde  ihre  Richtung.
Föbuwetter  Niedriger  Luftdruck  im  nordivestlichen  Europa
bringt  der  Schweiz  das  Föhnwetter,  mit  starken  Regen
in  der  Südschweiz,  mit  Wärme  und  Hellem  Himmel
nordwärts  der  Alpen.  Das  schöne  Wetter  ist  meist
von  kurzer  Dauer.  Die  bei  Föhn  aufsallende  Farbe
und  Nahsichtigkeit  der  Berge  gelten  als  Vorboten
eines  Wetterumschlages,  der  meist  schon  am  zweiten
oder  dritten  Tag  eintritt.
Regentage  Mit  der  Wanderung  des  Minimums  nach  der
Nord-  und  Ostsee  dreht  nämlich  der  Wind;  er  kommt
jetzt  aus  8  W  oder  W  und  bewirkt  Trübung  und
Niederschläge.  Zutreffend  sagt  eine  alte  Bauernregel:
„Auf  Föhn  folgt  Regen".
«chöiiii,etter-  Bei  tiefem  Barometerstand  über  der  Westhälfte
'“ 5e  des  Mittelmeers  herrscht  in  der  Schweiz  die  Bise.
Da  erfahrungsgemäß  die  Depression  in  Südeuropa
meist  längere  Zeit  in  ihrer  Lage  verharrt,  so  hält
auch  die  Bise  tage-,  ja  wochenlang  an.  Eine  Bisen-
            
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