Full text : Die Schweiz

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Die  Zahlen  für  die  Niederschlagsmenge  sind  Mittelwerte ­
  jahrzehntelanger  Messungen.  Bon  einem  Jahr
zum  andern  erleidet  aber  der  Regen-  und  Schneesall
große  Schwankungen.  In  feuchte»  Jahren  steigt  der
Niederschlag  fast  auf  das  Dreifache  der  dürren  Jahre
an.  Im  mittleren  Wallis  ging  die  jährliche  Regenmenge ­
  schon  aus  30  cm  zurück,  das  ist  nur  5  cm
mehr  als  der  Durchschnitt  in  den  Oasen  Nordafrikas.
So  wird  es  verständlich,  daß  der  Walliser  gleich  dem
Oascnbewohner  für  künstliche  Bewässerung  seines  Bodens ­
  besorgt  sein  muß.
Regen  fällt  in  der  Schweiz,  wenn  auch  ungleich
verteilt,  zu  allen  Jahreszeiten.  Nordwärts  der  Alpen
ist  der  Frühsomnicr  die  feuchteste  Zeit;  das  Wetter
ist  daun  noch  unbeständig,  häufig  kühl  und  zum
Reisen  nicht  sonderlich  geeignet.  In  der  Südschweiz
wiegen  die  Herbstregcn  vor,  die  den  Übergang  zu  den
Wintcrregen  des  Mittelmeergebietes  darstellen.
Die  winterliche  Schneedecke  hält  in  den  tiefern
Landesteilen  selten  längere  Zeit  an.  Im  südlichen
Tessin  und  am  Genfersee  schnrilzt  sie  meist  schon  nach
wenigen  Tagen.  Im  rauheren  St.  Gallen  liegt  der
Schnee  im  Mittel  schon  über  70  Tage,  in  Davos  und
im  Oberengadin  volle  sechs  Monate.  In  den  höchsten
Partien  der  Alpen  fallen  die  Niederschläge  fast  ausschließlich ­
  als  Schnee.  Der  Winter  schüttet  auch  über
die  untern,  von  Menschen  bcwohicken  Bergregionen
und  über  die  Jurahöhen  mächtige  Schneemassen  aus,
die  die  Wege  fast  ungangbar  machen  und  mit  ihrer
Last  die  halb  verwehten  Hütten  zu  erdrücken  drohen.
In  der  Schneedecke  des  Gebirges  ist  eine  bedeutende
Wassermenge  für  die  warme  Jahreszeit  aufgespeichert. ­
  Auf  den  Feldern  des  Tieflandes  liegt  oft
den  ganzen  Winter  über  nur  ein  leichter  Anflug  von
Schnee;  gerade  hier  wäre  aber  eine  ordentliche
Schneedecke  besonders  willkommen  zum  Schutz  für

-Schwanfunden


Jahres.
zeitliche
Verteil  m  g

Schneedecke
            
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