Full text: Untersuchungen über die Theorie des Preises

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tlieil zu verschaffen als sieh seihst. Wir konnten 
daher früher (4) mit Recht annehmen, dass jeder 
Einzelne immer die grösstmögliche Menge bei 
welcher Erlös und Kosten des letzten Tlieilchens 
gerade gleich sind, hersteilen und verkaufen werde. 
Bei vollkommen freier Konkurrenz wird also der 
Breis in der That durch den Schnitt der Gesammt- 
kiirven des Angebotes und der Nachfrage bestimmt. 
Wir sehen aber, dass Abweichungen hiervon nicht 
nur hei wirklichen Monopolen, sondern auch dann 
zu gewärtigen sind, wenn ein Einzelner seinen Mit- 
hewerhern weit überlegen ist. Je mehr dies der Fall 
ist, je geringer also die Leistungsfähigkeit der Kon 
kurrenten ist, desto steiler verläuft die Kurve OA\ 
und desto mehr nähert sich die OJ' der ()N\ wie 
dies aus der Entstehungsart der Kurve ABN und 
ihrer Ahgeleiteten K'OJ' (Fig. 68) nothwendig folgt. 
Ergibt sich aber durch die Annäherung der (U' an 
die ON' ein bedeutender Unterschied zwischen den 
beiden Breisgrenzen OP„ und ()B¡ (Fig. 69 h), so 
kommt der Unternehmer I in die Lage, ohne allzu 
grosse Einschränkung seiner Broduktion und seines 
\ erkaufeS seinen Nutzen verhältnissmässig so stark 
erhöhen zu können, dass er sich über den Vortheil, 
der gleichzeitig auch seinen schwächeren Konkur 
renten zufällt, hinwegzusetzen vermag. Noch wirk 
samer als ein Einzelner kann eine Koalition von Bro- 
diizenten oder \ erkäufern den Markt zum Schaden 
der Käufer monopolistisch beherrschen, wenn auch 
einzelne Unternehmer der Koalition fern bleiben und
	        
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