Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

Der  Kontenabschluß-

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Mengenunterschied,  auch  ein  „Saldo“,  wird  gewöhnlich  als  „Bestand“, ­
  „Vorrat“  bezeichnet.)  Der  Saldo  führt  die  Bezeichnung
der  dem  Werte  nach  größeren  Seite  des  Kontos  und  wird  behufs
formellen  Abschlusses  auf  die  schwächere  Seite  eingestellt.  Ein
Soll-  oder  Debetsaido  stammt  von  der  größeren  Sollseite  des
Kontos,  wird  aber  zum  Ausgleich  beider  Seiten  auf  die  Habenoder ­
  Kreditseite  eingestellt  und  umgekehrt.
Die  Bedeutung  des  Saldos  ergibt  sich  aus  dem  VerrechnungsstoiT
  des  Kontos;  er  kann  Bestand  an  Schulden,  Vermögen,
Kapital  oder  Gewinn  bzw.  Verlust  bedeuten  (vgl.  16.  Absch.).
b)  Ein  Konto  wird  durch  ein  anderes  Konto  zum  Abschluß
d.  h.  zum  Ausgleich  beider  Seiten  gebracht,  derart,  daß  der
Saldo  auf  ein  anderes  Konto  übertragen  wird,  z.  B.  auf  Bilanz-Konto.
  Wir  nennen  solche  Posten  Übertragungs-  oder  Verrechoungsbuchungcn
  (S.  48).
Das  einfache  Saldieren  eines  Kontos  der  doppelten  B.  wird
v °n  einigen  Theoretikern  als  systemwidrig  erklärt,  da  jeder
zur  Verrechnung  kommende  Betrag  doppelt,  d.  h.  auf  zwei
Konten  verbucht  werden  soll.
Die  Hauptbuch-Konten  der  doppelten  B.  werden  abgeschlossen ­
  :

1.  nur  durch  Bilanz-Konto  (vgl.  S.  62,  64,  74):  z.  B.  Hypotheken-, ­
  Reichsbank-Giro-,  Kassen-,  Akzepten-Konto;
2.  nur  durch  Gewinn-  und  Verlust-Konto:  in  der  Regel  die
Unterkonten  der  Ertragsbilanz,  die  Erfolgs-Konten,  also  Zinsen-,
Provisions-,  Handlungsunkosten-Konto  (vgl.  S.  66  ff.);
3.  durch  Bilanz-  und  Gewinn-  und  Verlust-Konto:  alle
Konten,  die  Umsatzgewinne  und  -Verluste  und  Vermögensteile
oder  Schulden  verrechnen;  aber  auch  reine  Erfolgs-Konten;
We nn  Teilbeträge  transitorisch  oder  antizipativ  verrechnet  werden;
4.  durch  ein  anderes  Konto:  Interims-  oder  Zwischen-Konten
bei  ihrer  Auflösung,  bei  Umbuchungen  (z.  B.  S.  47  3a  u.  ß)  u.  ä.

„Werden  abgeschlossen“  ist  nicht  als  kategorischer  I  P
aufzufassen;  eine  Systematisierung  der  Konten  )  un  ei
»ichtspunkt,  ob  ein  bestimmtes  Konto  dos  Hauptbuches  du
das  eine  oder  andere  Konto  (1,  2)  abgeschlossen  werden  muß

l )  Wie  sie  häufig  in  Lehrbüchern  versucht  wird.
            
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