Full text: Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

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Abschlnümethodcn. 
den Vorzug, historisch zu sein; schon Manzoni (1534) und 
de la Porte (1685) und andere lehren es. Auch begründen läßt es 
sich. Das Kontensystem der doppelten B. verfolgt in erster 
Linie das Ziel einer Erfolgsbuchführung, d. h. Berechnung und 
Gliederung des Erfolges oder Mißerfolges; die Verrechnung des 
Vermögens und der Schulden im Hauptbuch ist eine unab 
änderliche Konsequenz jener Tauschvorgänge, die gleichzeitig 
eine Wertveränderung des Kapitals bewirken. Wären diese 
Tausohvorgänge mit Umsatzerfolgen nicht vorhanden, könnte 
eine reine Erfolgsbuchführung (nach Formel II S. 31) durchge 
führt werden, während die Bestandsbuchführung auch außerhalb 
des Hauptbuches in andern Büchern und Rechnungen ihren Platz 
finden könnte. Zur Zeit des Kontenabschlusses im Hauptbuch 
muß das Inventar bereits vorliegen, so daß es tatsächlich mög 
lich ist, zunächst die Erfolgsdifferenzen zu sammeln und die ver 
bleibenden Wertunterschiede der Konten zu „bilanzieren“, d. h 
auf Bilanz-Konto zu sammeln. 
V. Kritik der Abschlußmethoden: Wir haben den Abschluß 
der Konten der doppelten B. im Sinne der heute üblichen Me 
thode erläutert. Die historische Entwicklung und einige Über 
legung lehren die Möglichkeit abweichender Methoden: 
1. Schlußbilanz-Konto und Gewinn- und Verlust-Konto 
konzentrieren die Abschlußergebnisse; sie sind die notwendige 
Folge einer kontenförmigen doppelten Verrechnung aller 
Buchungen. Kapital-Konto und Bilanz-Konto, oder, wenn man 
die Konten zuerst durch Bilanz-Konto abschließt, Kapital-Konto 
und Gewinn- und Verlust-Konto der Einzelunternehmung müssen 
sich durch ihren Abschluß gegenseitig „saldieren“: der Abschluß 
„stimmt“ zur großen Freude des Buchhalters, ohne die Voll 
ständigkeit, Wahrheit und materielle Richtigkeit der Buch 
haltung zu beweisen. Beide Konten zeigen den gleichen Saldo, 
aber auf entgegengesetzten Seiten. 
Die Übertragung der Bestände auf (Schluß-)Bilanz-Konto 
ist eine Folge des doppischen Rechenmechanisraus; sie findet 
verschiedene theoretische „Erklärungen“. Am verbreitesten ist 
die Fiktion des Gebens und Empfangens, die Personifikation:
	        
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