Full text: Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

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Abschluß m etlichen. 
3. Auch das Kapital-Konto der Einzelunternehmung ist 
entbehrlich, ohne gegen das System zu verstoßen; der Anfangs 
bestand an Vermögen und Schulden wird auf den betreffenden 
Einzelkonten eingestellt. Das Reiavermögen (Kapital) wird in 
dem Wertunterschied der Summen dargestellt, ohne daß es un 
mittelbar ersichtlich ist, da ein Kapital-Konto fehlt {Schrott), 
v. d. Goltz (siehe oben) eröffnet die Konten mit „vom Vorjahr 
übernommen“, saldiert sie am Jahresschluß „dem künftigen 
Jahr übergeben“, sammelt die Bestandsaldi auf einem „Jahres 
abrechnungs-Konto“ und die Erfolgsdifferenz auf einem „Saldo- 
Konto“, beide Abschlußposten durch unmittelbare Übertragung 
ohne Memorialbuchung. 
(Schema) Jahresabrechnungs-Konto 
2) Schulden bei Beginn 30 
1) Vermögen bei Beginn . , . . 
150 
3) Vermögensbestände am Jahres- 
4) Schulden am Jahresende 
Schluß (einzeln aufgeführt) . 230 
(einzeln aufgeführt) 
80 
260 
230 
Gewinn 
30 
VI. Die Wiedereröffnung der Konten: Bei der Eröffnung 
(Gründungsbuchungen), Errichtung oder Wiedereröffnung (nach 
vorausgegangenem Abschluß) der Konten kommen die Bestände 
an Vermögen auf die linke, die Schulden auf die rechte Seite 
der Konten. Das eigene Kapital kommt in dem Wertunterschied 
der Sollsummen und Habensummen mittelbar zum Ausdruck 
(s. oben 3). Oder die fehlende Gleichheit der Summen, die 
„Buchungsgleichung“, wird durch Einstellung des Kapitals auf 
die rechte Seite des Kapital-Kontos hergestellt. Die Buchung ver 
mittelt gewöhnlich ein Bilanz-Konto, das Eingangs-, das ver 
teilende, eröffnende Bilanz-Konto (zum Unterschied vom emp 
fangenden, abschließenden, Ausgangs- oder Schlußbilanz-Konto 1 )- 
Auch dieses Bilanz-Konto ist überflüssig. Es ist ausreichend, 
wenn die Beträge als „Vortrag“, „Bilanz“ o. ä. eingesetzt werden- 
!) Das Eingangsbilanz-Konto wird für die Aktiva erkannt, für die 
Passiva belastet. Schon Degrange (La tenue des livres rendue facile, 10. Aufl., 
Paris 1818, 1. Aufl. 1795) unterscheidet Balance sortie, balance d’entree und 
Bilan general (Vermögensbilanz). Die Scheidung des Kontos für anfäng 
liche Aktiven und Schulden (Eingangsbilanz-Konto) und Konto des Kapitals 
zeigt zuerst Pietra, Anleitung für Verwalter 1586 (Z. f. B. 1896, S. 181)-
	        
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