Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

142  Bücher  der  doppelten  Buchhaltung.
Zwecke,  die  diese  Bücher  dem  Hauptbuch  gegenüber  erfüllen
sollen  x ).
Die  in  Lehrbüchern  übliche  Scheidung  zwischen  unbedingt
notwendigen  oder  Graredbüchern  und  bedingt  notwendigen,
Neben-  oder  //iZ/sbüchcrn  ist  irrelevant,  wenn  sie  eine  Rangordnung ­
  der  Bücher  ausdrücken  soll.  Will  man  damit  die  Stellung ­
  der  Bücher  im  System  kennzeichnen  und  unter  die  Bücher
der  ersten  Gruppe  jene  aufnehmen,  die  bei  der  Anwendung  der
doppelten  B.  geführt  werden  müssen  —  ohne  ihre  Führung  in
anderen  Systemen  auszuschließen  —  und  zu  der  zweiten  Gruppe
jene  Bücher  zählen,  deren  Führung  und  Einrichtung  unabhängig ­
  vom  System,  aber  abhängig  sind  von  der  Art,  Größe  des
Betriebes,  dessen  Gegenstand  u.  a.,  so  kann  man  dieser  Einteilung ­
  beitreten.
Zu  den  Grundbüchern  in  dieser  Auffassung  sind  die  Memortale
  im  weiteren  Sinne,  d.  h.  die  Bücher  der  ersten  Aufzeichnung ­
  der  Buchungsposten  —  Kassenbuch  und  Prima-Nota  oder
Memorial  im  kaufmännisch-technischen  Sprachgebrauch  —  und
das  Hauptbuch,  im  Falle  seiner  Anwendung  auch  das  Sammelbuch ­
  (Journal,  Mensuale)  zu  zählen.
Die  Memoriale  sind  Vorbücher  des  Hauptbuches,  die  die
systematische  Hauptbuchverrechnung  vorbereiten  sollen.  Die
Übertragung  der  Buchungsposten  aus  diesen  Vorbüchern  erfolgt
a)  entweder  unmittelbar  auf  die  Hauptbuch-Konten  —  tägliche,
postenweise  oder  direkte  Hauptbuchführung,  italienische  B,
Grundform  der  doppelten  B.  —  so,  daß  jeder  Buchungsposten
einzeln  auf  dem  Konto  erscheint.  50  Verkäufe  z.  B.  werden
auf  dem  betreffenden  Waren-(Verkaufs-)Konto  in  50  Einzelposten ­
  verrechnet.
ß)  Oder  es  werden  die  Buchungsposten  nach  Konten  geordnet,, ­
  gesammelt  und  nur  periodenweise  (meist  monatlich)
und  summarisch  auf  die  Hauptbuch-Konten  übertragen  —  die
indirekte  Hauptbuchführung,  Sammelbuchhaltung  (vgl.  den  folgenden ­
  (20.)  Abschnitt.
Einige  andere  Systematisierungen  der  Bücher  2 ),  die  meist
0  The  Ledger  is  the  King  of  Office  books,  and  all  other  books  are
subsidiary  to  it.  (M’Allen,  The  |  rinciples  of  Book-Keeping,  London  1899).
2 )  Vgl.  Gomberg,  a,  a.  O.  S.  159.
            
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