Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

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Sammelbücher.

159

Kassenbuch
Memorial

»-->  Sammelbuch  »-->  Hauptbuch.

Der  Form  nach  sind  paginierte,  kontenförmige  und  tabellarische ­
  Sammelbücher  zu  unterscheiden.
aa)  Für  paginierte  Journale  bestehen  zwei  Arten  des  Verfahrens: ­
  a)  Man  sammelt  für  jedes  einzelne  Konto  zunächst
die  Sollposten,  dann  die  Habenposten.  Man  beginnt  mit  dem
ersten  Soll-Konto  des  Memorials,  z.  B.  Waren-Konto  (S.  163)
und  schreibt  alle  jene  Beträge  untereinander,  für  welche  das
Waren-Konto  im  Memorial  und  im  Kassenbuch  (Ausgang)
Schuldner  ist.  Die  Summe  dieser  Posten  erst  wird  dem  Waren-Konto
  belastet.  So  verfährt  man  mit  allen  übrigen  Konten.
Dann  schließt  man  die  in  gleicher  Weise  gesammelten  Habenposten ­
  der  einzelnen  Konten  an  (vgl.  das  Beispiel  S.  163;  wir
nennen  es  das  österreichische  Verfahren  x ).  Die  Buchungsposten,
Soll-  und  Habenposten,  sind  nach  Konten  und  chronologisch  geordnet; ­
  jeder  Buchungsposten  wird  zweimal  „journalisiert“,  einmal ­
  für  die  Debetseite  des  einen,  ein  zweites  Mal  für  die  Kreditseite ­
  des  Gegen-Kontos.  Auf  jedem  Hauptbuch-Konto  erscheint
für  die  betreffende  Sammelperiode  (meist  monatlich)  höchstens
je  ein  Betrag  im  Soll  und  im  Haben  des  Kontos.  Die  Abkürzung
der  Hauptbuchführung  ist  eine  vollständige.

Schema  a ):

A-Konto

Soll

an  a-Konto

M.  1

b-  „

,,  2,—

„  a-  „

„  3,—

„  c-  „

4,—

»  a-  „

,,  5,—

„  b-  „

..  6,—

„  a-  „

„  7,—

ß)  Das  zweite  —  deutsche  —  Verfahren  wird  durch  das
nachstehende  Schema 2 )  und  das  Beispiel  S.  164  gekennzeichnet;

1 )  Es  wurde  zuerst  von  Crüger  (Kaufmann,  4.  Teil;  Der  untrügliche
Buchhalter)  1837  gelehrt  (nach  Augspurg).
s )  Vgl.  Hügli,  Buchhaltungssysteme,  S.  222,  Schrott,  Lehrbuch  der
Verrechnungswissenschaft,  S.  335  ff.  (Kritik  der  summarischen  Kontierung) ­
  .
            
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