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Amerikanische Buchführung.
Formen, in der Geschäftssprache als „amerikanische“ *) Buch
führung bezeichnet.
Dem Vorteil der Übersichtlichkeit der „amerikanischen“ B.
stehen wesentliche Nachteile gegenüber:
a) Beschränkung der Kontenzahl, Anwendung von Kollektiv-
Konten; Behebung dieses Nachteils:
a) Eine Kolonne diept zur Verrechnung mehrerer Konten:
das Haupt-Konto mit lebhaftem, das andere (oder die anderen)
mit geringem Umsatz (farbige Tinten!).
b) Die Konten mit dem größten Umsatz erhalten besondere
Doppelspalten, die übrigen eine summarische Sammelspalte
(„verschiedene Konten“, Auflösung im Hauptbuch).
c) Das Tabellenjournal (oben, 4. und 5.) mit Kollektiv-
Konten wird ergänzt durch ein Tabellenjournal 2 ) mit speziali
sierender Kontierung (vgl. II. b 3.) oder durch ein zergliederndes
Hauptbuch.
d) Die Kontenüberschriften werden nicht vorgedruckt, son
dern nach Bedarf, dem Inhalte der betreffenden Journalspalte
entsprechend, geschrieben.
ß) Häufiges Transportieren der Seitensummen. Behebung;
Nur seitenweise addieren, monatliche Sammlung dieser Summen
auf einer Seite oder in einer besonderen Rahmentabelle.
y) Gefahr der Verwechslung der Kontenspalten und -seiten.
Behebung: Die horizontalen Linien werden seitwärts —
am linken und rechten Rande der Seiten — fortlaufend nume
riert, abwechselnd rot und blau gedruckt oder in folgender Weise
markiert:
1. Zeile: 2. Zeile: —.
3. Zeile: ; 4. Zeile: usw.,
die Soll- oder Habenspalten erhalten eine abgetönte Farbe, die
Schraffierung o. ä.; der Text der Buchung steht in der Mitte der
1 ) Vgl. die entwicklungsgeschichtlich interessante Schrift von C. P.
Kheil, Über die „amerikanische“ Buchführung. Wien 1908.
a ) Hertel, Lehrbuch der verbesserten amerikanischen Buchführung,
Leipzig 1913; Schmid, Amerikanische Buchführung, 3. Aufl., Stuttgart 1912;
Schaer, Variationen in der praktischen Verwendung des amerikanischen
(synchronistischen) Journas, Z. f. handelsw. Forschung 1907.
Reisch-Kreihig, Bilanz und Steuer, I. Band.