Full text: Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

Pfandbriefe. 
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kassen anderer Banken, Provinzbankgeschäfte — oder durch 
Zuzählung des Hypothekardarlehns in solchen Pfandbriefen. 
Im letzten Fall hat der Darlehnsschuldner für die Veräußerung 
der Pfandbriefe selbst zu sorgen, oder die Darlehnsbank über 
nimmt den kommissionsweisen Verkauf. Überdies dürfen Hypo 
thekenbanken verfügbare Gelder in eigenen Hypothekenpfand 
briefen und anderen Schuldverschreibungen (Kleinbahn- und 
Kommunalobligationen) anlegen. Dieser Fall wird in geld 
knappen Zeiten eintreten, wenn das von Kapitalisten an die 
Börse gebrachte Material nicht genügend Kaufliebhaber findet 
und die ausgebende Bank im eigenen Interesse, um den Kurs 
möglichst gleichmäßig zu erhalten, als Selbstkäuferin auftritt 
(vgl. §§ 5, 24, 41—42 des Hypothekenbankgesetzes 1 * * * V ). Solche 
Schuldverschreibungen sind dem Effekten-Konto oder Pfand 
briefumsatz-Konto oder Pfandbrief Verkaufs-Konto zu- und ab 
zuschreiben und in der Jahresbilanz gesondert aufzuführen. 
Dabei ist zu beachten, daß Agio und Disago bei der erstmaligen 
Begebung mit diesen Sonder-Konten (Agio-Kto., Disagio-Kto.), 
kingegen Gewinn oder Verlust bei dem Handel mit bereits im 
Verkehr gewesenen Pfandbriefen mit Gewinn- und Verlust- 
Konto zu verrechnen sind. 
Pfandbriefumsatz- Konto. 
1 ■ Eingangsbilanz: Bestand 
-• Pfandbriefkapital-Konto: Nenn 
wert der emittierten und durch 
Verkauf in Verkehr gebrachten 
Pfandbriefe. 
V Kosten der Rückkäufe eigener 
Pfandbriefe am Börsenmarkt. 
°- Agio u. Disagio-Konto; Differenz 
zwischen 2. u. 3a. 
y - Gewinn und Verlust. 
3. Erlös der Verkäufe der a) neu 
emittierten und b) der bereits im 
Verkehr gewesenen Pfandbriefe. 
6. Schlußbilanz: Bestände an eigenen, 
bereits im Verkehr gewesenen Pf. 
IV. Die Lasten des Pfandbrief Geschäftes verrechnen Pfand 
briefzinsen-Konto, = Anfertigungs-Konto (Kosten des Druckes 
üsw.), Verkaufsprovisions-Konto (die Provisionen an die Ver 
kaufsstellen); die Kosten für die Aufsichtsbeamten (Treuhänder) 
B Handausgabe von Hillig. Leipzig 1900. S. 19.
	        
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