Full text: Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

Maschinenfabrik. 
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gesondert verrechnet), Handelswaren-Konto (für Produkte, die 
angekauft und unverändert weiterveräußert werden; der Han 
delsgewinn soll vom Fabrikationsgewinn getrennt werden), 
Kisten-Konto (für die Ausgaben der im eigenen Betrieb her 
gestellten Kisten), Emballage-Konto für andere Verpackungs 
materialien. Kisten- und Emballage-Konto verrechnen im Soll 
die Ausgaben, das sind Herstellungskosten (Arbeiterlöhne, 
Materialien, Instandhaltung, Reparaturen, Abschreibungen der 
maschinellen Einrichtung) bzw. die Anschaffungskosten, im 
Haben des Kontos die den Kunden angerechneten Verpackungs 
kosten; beide Konten werden gewöhnlich durch Gewinn- und 
Verlust-Konto abgeschlossen x ). 
II. Produktionsaufwand und Absatzrechnung sind auf einem 
Konto vereinigt. Auf der linken Seite des Warenfabrikations- 
Kontos erscheinen die (gewerblichen) Selbstkosten der Unter 
nehmung, auf der rechten Seite der Verkaufserlös. Eine konten 
mäßige Kontrolle der Selbstkostenrechnung, der Verkäufe, des 
Bestandes an Rohstoffen und Fertigfabrikaten fehlt. Unter den 
Selbstkosten sind auch die indirekten Kosten und Abschreibun 
gen mitverrechnet. Die Kalkulation der Fabrikate ist von der 
kontenmäßigen Verrechnung unabhängig, findet in ihr kaum eine 
Stütze oder Kontrolle. 
Fabrikations-Konto einer Maschinenfabrik. 
Aufwand der Fabrikation Waren-Konto Verkaufserlös 
Rohstoffe 1 direkt verbucht ohne Ver- 
_ > miltelung von Rohstoff- 
■LÖhne j und Lohn-Konto 
Materialien - Konto (Jährlicher 
Übertrag des Verbrauches) 
Betriebsspesen- Konto (Monat 
licher Übertrag) 
Abschreibungs-Konto (Jährlicher 
Übertrag) 
Gewinn- und Verlust-Konto: 
Überschuß 
Verkaufserlös 
Bilanz-Konto: Wert der Schlußbe 
stände an Roh- und Hilfsstoffen, 
Ganz- 2 ) und Halbfabrikaten 
') Vgl. auch den Artikel „Technische Fabrikbuchhallung“ in Sterns 
Buchhaltungslexikon (S. 593) und einen Artikel von Böller in der Zeitschrift 
„Organisation“ 1903. 
2 ) Der Betrieb arbeitet nur aut Bestellung, demgemäß ist der Vorrat 
an Fabrikaten sehr gering. Halb- und Ganzfabrikate werden nur mit den 
direkten Kosten — Herstellungskosten — bewertet (vgl. II. Band).
	        
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