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Report-Effekten.
1. B zahlt an V Ende Juli 101 % + 2i/„ % = lOS 1 /^ % für
100 M. Nennwert.
2. K zahlt oder empfängt die Differenz zwischen Vertrags
kurs und Liquidationskurs an V bzw. von V.
3. K hzw. sein Käufer zahlt Ende August an B:
101
-f- 0,07% Deport
100,92 2 / s
+ 5 % Zinsen 2,50 für 6 Monate
für 100 M. Nennwert M. 103,42 2 / s .
Die Buchungen gestalten sich analog den Fällen unter II.
IV. In den Fällen I und III handelte es sich um die Depor
tierung eines Hausse-Engagements. Betrachten wir die Pro
longation eines Baissiers. Der Spekulant V (Verkäufer) hat für
Ende März Aktien (30/m) zu 190% „gefixt“, d. h. er hat sie an
K verkauft, ohne solche Aktien zu besitzen (Leerverkauf). Die
Baisse tritt nicht ein, ein Deckungskauf ist unrentabel, weshalb
V Ende März einen Stücke-(Aktien-)Besitzer B sucht, „der
Geld braucht und dem er (F) Geld verschafft, indem er B an
den Käufer K liefern läßt. Der Liquidations-Kurs wäre 192 %,
Geldzinsen sind zwischen F und B mit 4 % vereinbart. (Ist die
Baisse-Spekulation am Ende eines Monats bedeutend, drängen
sich die Spekulanten nach Stücken, so begnügen sie sich vielfach
mit geringeren Zinsen. Der Hineingeber B ist in diesem Falle
der Geldbedürftige, der Hereinnehmer F der Geldgeber.)
a) Berechnung:
Liqu.-Kurs 192 zu 4 % = M. 7,68 das Jahr, d. i. für 1 Monat
M. 0,64 % Report.
b) Abwicklung: B als Hineingeber liefert Ende März an K
die Aktien und empfängt 192 %.
Die Differenz zwischen Vertragskurs und Liqu. - Kurs
(190/192) wird durch Vergütung des F an K geregelt.
Ende April liefert F (oder dessen Verkäufer, vgl. II, 3. Bu
chung) an B die Stücke zurück und empfängt von B:
192,—
-f Report — ,64
”192,64 für je 100 Mark Aktien.