Umsatzerfolgskonten.
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Den ersten Versuch dieser Art unternahm Queulin (L’inventaire
perpetuel, Paris 1840), der unter Anwendung synoptischer
Tabellen zwei dreigliedrige Konten — neben anderen hier
nicht interessierenden — eröffnete: a) Magazins, mit 3 Spalten,
Einkaufswert der eingehenden, der ausgehenden Waren und des
Bestandes; b) Opirations, mit Spalten für Einkäufe, Verkäufe
und Gewinne.
1865 schlug C. A. Guilbaut (Tratte de comptabilite et d’administration
industrielles) ein Verfahren vor, das seit dieser Zeit
'n der französischen Fachliteratur unter dem Namen ,,la Permanence
de ITnventaire“ bekannt ist (vgl. die verschiedenen
Publikationen von Liautcy-Guilbaut, z. B. La Science des comptes
mise ä la portee de tous, Paris 1889; Principes genöraux de
comptabilite, Paris 1903).
Theoretisch besteht die Möglichkeit, ein Umsatzerfolgs-Eonto
in zwei Konten zu zerlegen, von denen das eine die Verdehnung
des Bestandes, das andere jene des Erfolges übernimmt.
(Vgl. S. 77.) Die praktische Durchführbarkeit solch theoretischer
Lösungsversuche scheitert häufig daran, daß die theoretischen
Voraussetzungen praktisch nicht erfüllbar sind, oder Zeitund
Arbeitsaufwand in keinem richtigen Verhältnis zum Erfolg
stehen *)•
Die nachfolgende, nach Schaer, Unterrichtsstunden I.
§§ 123 ff. entworfene Tabelle soll die Idee Queulins und Guilhauts
wiedergeben (s. Tabelle S. 86).
Bei jedem Verkaufe (oder periodenweise) muß der Einstandswert
(Anschaflungswert) der verkauften Waren vom Einkaufs-
auf das Verkaufs-Konto übertragen werden (4. Fall),
kei Rücksendungen von verkauften Gütern ist deren Einstandsw
ert zurückzubuchen (6.). Der Wert des (Soll-)Bestandes ist
der Differenz des Einkaufskontos gegeben, der Gewinn auf
dem Verkaufs-Konto ersichtlich. Voraussetzung für die Anwendung
dieses Verfahrens ist die Kenntnis des Einkaufs- (Anschaffungs-)
oder Herstellungswertes der verkauften Waren
ünd Produkte. Die Praxis kann dieser Buchungsmethode nicht
1 ) Vgl. auch die Ausführungen über die „Buchführung produzierender
bewerbe“.