Object: Ferdinand Lassalle

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sie konkurrierend ihren Betrieb zu vergrößern und ihre 
Annonceneinnahmen zu vermehren streben. Aber wer 
soll unter dieses Heer gehen, wer, der sich selber achtet, 
wer, der nur irgendwelche Befähigung zu reellen Lei 
stungen auf dem Gebiete der Wissenschaft, des Gedankens 
oder des bürgerlichen Lebens in sich fühlt? Ihr, Pro 
letarier, verkauft Euren Arbeitsherren doch nur Eure 
Zeit und materielle Arbeit. Jene aber verkaufen ihre 
Seele! Denn der Korrespondent muß schreiben, wie 
der Redakteur und Eigentümer will; der Redakteur und 
Eigentümer aber, was die Abonnenten wollen und 
die Regierung erlaubt! Wer aber, der ein Mann ist, 
würde sich zu einer solchen Prostitution des Geistes 
hergeben? Ferner bedenkt die zerrüttenden Folgen, 
welche diese metiermäßige Beschäftigung noch in anderer 
Hinsicht nach sich zieht. Ihr, Proletarier, verkauft Euch 
doch nur zu einem Geschäft, das Ihr kennt und versteht, 
jene aber, die geistigen Proletarier, müssen täglich lange 
Spalten füllen über tausend Dinge, über Politik, Recht, 
Ökonomie, Wissenschaft, über alle Fächer der Gesetz 
gebung, über diplomatische und geschichtliche Verhältnisse 
aller Völker. Ob man das Hinreichende, ob man das 
Geringste davon verstehe oder nicht — die Sache muß 
behandelt, die Zeitung gefüllt sein, das Geschäft bringt eS 
so mit sich! Dazu der Mangel an Zeit, die Dinge näher 
zu studieren, in Quellen und Büchern nachzuforschen, 
ja selbst nur sich einigermaßen zu sammeln und nachzu 
denken. Der Artikel muß fertig sein, das Geschäft bringt 
es so mit sich! Alle Unwissenheit, alle Unbekanntschaft 
mit den Dingen, alles, alles muß möglichst versteckt 
werden unter der abgefeimten routinierten Phrase.
	        
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